Die Fotografie kann eine sehr erfüllende Tätigkeit sein. Der gesamte Prozess den man durchläuft um ein besserer Fotograf zu werden lehrt Lektionen fürs Leben, die über die Fotografie hinaus gehen. In diesem kleinen Artikel schreibe ich über fünf Lektionen fürs Leben, die ich durch die Fotografie gelernt habe. Viel Spaß!

5 Lektionen fürs Leben die ich durch die Fotografie gelernt habe

1. Lektion – Nichts was sich wirklich lohnt ist einfach zu bekommen

Wenn man anfängt zu fotografieren macht man unweigerlich schlechte Aufnahmen. Jedes Foto scheint irgendwie schlecht zu sein. Auch, wenn man manchmal denkt, dass ein gutes Foto dabei war, ist es in Wirklichkeit irgendwie unbefriedigend.

Doch das Fotografieren macht Spaß und die Aussicht irgendwann gute Fotos zu machen treibt an. Bei mir war es beispielsweise so. Ich war niemals mit meinen Fotos zufrieden und heutzutage ist es nur selten so, dass ich ganz zufrieden mit meinen Aufnahmen bin. Egal ob sie als Print bei meinem Brautpaar an der Wand hängen oder in einem Magazin im Friseurladen zu finden sind.

Natürlich macht mich das alles schon ein wenig stolz. Wenn Du mir vor fünf Jahren gesagt hättest, dass meine Fotos irgendwann einmal jemanden etwas bedeuten, hätte ich dir den Vogel gezeigt. Durch die Fotografie haben ich gelernt, dass nichts was sich wirklich lohnt einfach ist. Nur die harten kommen in den Garten.

2. Lektion – Vorbereitung ist alles

Egal ob es um einen Test in der Schule geht, die Aufnahmeprüfung für einen Studiengang oder ein einfaches Event-Shooting. Vorbereitung ist das A und O.

Irgendwohin zu kommen, fotografieren zu müssen und dann zu bemerken, dass der Akku nur noch Power für 10 Fotos hat, ist eine Herausforderung. Zu bemerken, dass die Akkus vom Blitz leer sind, ist jedoch peinlich.

Im Leben kann man nicht alles voraussagen, das ist klar. Doch so gut wie möglich vorbereitet zu sein und alle Möglichkeiten und Lösungen im Kopf durch zu gehen, bevor man an eine Aufgabe herantritt, wappnet dich für alle Eventualitäten. Vorbereitung ist alles.

3. Lektion – Um Geld zu verdienen muss man Geld ausgeben

Es ist besonders unter Bloggern ein weit verbreitetes Phänomen Geld verdienen zu wollen, aber nichts dafür ausgeben. Am Hosting zu sparen, oder eine kostenlose Website haben zu wollen, doch damit tausende von Euros verdienen zu wollen.

Auch Hochzeitsfotografen sieht man häufiger mit einem KIT-Objektiv plus APS-C Kamera herumlaufen und gleichzeitig von 150 € pro Stunden reden hören. Das ist unrealistisches Denken. Am schlimmsten sind aber immer noch Unternehmer die kostenlose Visitenkarten mit Werbung von der Druckerei auf der Rückseite an Kunden übergeben.

Durch die Fotografie habe ich gelernt, dass irgendwann der Punkt kommt an dem man auf Knopfdruck echt gute Fotos produzieren kann. Doch dann braucht man bessere Ausrüstung und die richtigen Marketingmaßnahmen. Um Geld zu verdienen muss man einfach Geld ausgeben.

4. Lektion – Es muss nicht immer das Beste vom Besten sein

Doch es muss nicht immer das Beste vom Besten sein. Eine Mittelklasse Ausrüstung oder gebrauchte Objektive sind nicht minderwertiger als Neuware und ein höherer Preis der Ausrüstung muss nicht immer bessere Qualität bedeuten.

Ich habe gelernt, dass gebrauchte Kameras (Analoge Phase One für 1.000 €) besser sein können als eine neue Spiegelreflexkamera mit Objektiv für den dreifachen Preis. Es muss also nicht immer das neueste und beste sein.

Natürlich lässt sich diese Lektion wie alle anderen auch, auf viele anderen Bereiche des Lebens beziehen. Oder wieviele Menschen kennst Du, die einen Gebrauchtwagen fahren?

5. Lektion – Leidenschaft

Ohne Leidenschaft geht gar nichts. Meine Leidenschaft zu entdecken, sie zu leben und auszudrücken hat mein Leben verändert. Wenn ich fotografiere, dann bin ich in meinem Element. Ich bin so leidenschaftlich dabei, dass mein Enthusiasmus auf meine Modelle überspringt.

Dadurch, dass man seinen Spaß und seine Freude, seine Begeisterung authentisch zum Ausdruck bringt, macht einen nicht nur sympathisch, sondern auch Attraktiv. (Niemals etwas mit seinen Models anfangen!).

Leidenschaft ist ein Weg um glücklich zu sein und sein Glück auf anderen Menschen überspringen zu lassen. Jeder liebt es mit glücklichen und positiven Menschen zusammen zu sein.

Fazit – Geduld zahlt sich aus

Irgendwann ist man an dem Punkt, an dem man wirklich gute Bilder macht. Bis dahin ist es jedoch ein weiter und demotivierender Weg. Viele Fotografen haben das Problem sich an anderen Fotografen messen zu müssen, doch das ist falsch.

Es wird immer jemanden geben der besser ist, doch die Fotografie ist Kunst und Handwerk gleichermaßen. Deswegen kann man zwar alles lernen, doch Schönheit liegt manchmal auch einfach im Auge des Betrachters. Du wirst es erstens niemals allen recht machen können und zweitens solltest Du dich deswegen nicht unter Druck setzen.

Zieh dein eigenes Ding durch, such dir Freunde die dich inspirieren und voran treiben. By the way. Hater gibt es immer. Was meinst Du, was unter meinen Facebook Posts in den Gruppen immer steht? Wenn ich mich dadurch hemmen lassen würde, hätte mein Blog keinen Erfolg. Das hat er aber. Warum? Weil Geduld sich auszahlt!

Danke für das Lesen dieses Artikels! Wenn er dir gefallen hat, dann teile ihn mit deinen Freunden oder verlinke ihn auf deinem eigenen Blog. Es würde mich sehr freuen!