Die beste Festbrennweite um deinen Stil beim Fotografieren zu finden

Ich weiß, dass es zu diesem Thema schon oft genug angesprochen wurde. In der Schule, in Büchern, online, auf Workshops und im Videokurs. Dennoch habe ich bisher keinen Artikel finden können der auf alle Wichtigen Punkte eingeht. Eventuell werden sie auch nur ignoriert.

Nachdem ich jedoch vermehrt Portraits sehe, welche einfach mit einem unvorteilhaften Objektiv aufgenommen wurden, habe ich mich dazu entschlossen mit diesem Artikel zu helfen. Du wirst hier sogar Beispielsbilder sehen um hinterher eine genaue Vorstellung davon zu haben, welche die beste Festbrennweite ist.

Damit du nicht lange suchen musst, zeige ich dir meine Empfehlung direkt hier oben. Das Sigma Art 50 mm* (du findest es hier bei Amazon) gibt es für fast jede Kamera und verfügt über das beste Preisleistungsverhältnis. Es ist nicht nur für Anfänger gut geeignet, sondern wird locker die nächsten 5 – 10 Jahre in deinem Kamera-Rucksack seinen festen Platz einnehmen.

Vorwort – Warum dieser Artikel wichtig für dich ist

Zuerst möchte ich die Vorstellung von „richtig“ und „falsch“ klar stellen. Was für old-school Studiofotografen aus den 90er Jahren „richtig“ war, muss heute nicht unbedingt für alle Fotografen aktuell sein. Sagen wir, es bleibt lediglich ein Richtwert.

Lasse deine Kreativität niemals durch die eingefahrene Meinung anderer Fotografen einschränken.

Martin Kleinheinz

Dennoch sollte man verstehen wie unterschiedliche Festbrennweiten den Bildeffekt verändern, beziehungsweise bestimmen. So lässt ein Weitwinkel Objektiv (Link zu meinem umfassenden Guide über Weitwinkel-Objetkive) mit Beispielsweise 24mm ein Gesicht schlanker, und länger wirken. Ein Teleobjektiv mit 200mm hingegen, lässt ein Gesicht sehr flach wirken.

Es gibt jedoch auch hier kein „richtig“ oder „falsch“, denn ich finde, dass für jede Art von Porträt auch eine bestimmte Festbrennweite ihre Berechtigung hat. So gilt es erstmal herauszufinden, was für eine Art Porträt man hauptsächlich aufnehmen möchte. Konkrete Beispiele dazu folgen weiter unten im Artikel.

Um extrem verformte Gesichter und Körperteile auf Portraits zu vermeiden muss man wissen wie sich eine Festbrennweite auf unterschiedlichen Formaten verhält. Erst danach kann man die für sich beste Festbrennweite erkennen (wobei 50 mm für Anfänger meistens die richtige Wahl sind).

Der Unterschied zwischen APS-C und Vollformat (Link zu meinem Artikel) speilt beispielsweise eine große Rolle bei der Auswahl einer Festbrennweite, denn 50mm auf Vollformat sind nicht 50mm auf APS-C.

Ich habe deshalb am Ende dieses Artikels eine Tabelle mit der Umrechnung von Festbrennweiten für dich erstellt, die dir dabei helfen wird festzustellen welche Brennweite die beste für dich ist. Außerdem ist hier ein sehr hilfreicher Link mit Simulation direkt von Nikon: http://imaging.nikon.com/lineup/lens/simulator/

Mit dem Simulator von Nikon sollte bereits deutlich werden wie sich die verschiedenen Brennweiten mit den unterschiedlichen Sensoren auf den Bildeffekt auswirken. Doch kommen wir nun zum eigentlichen Artikel.

Was ist eine Festbrennweite? / Festbrennweite oder Zoom?

Eine Festbrennweite ist, im Gegensatz zu einem Zoom-Objektiv, aufgrund ihrer Konstruktion in der Brennweite fixiert. Das bedeutet, dass man mit einer Festbrennweite mechanisch nicht zoomen kann und die Brennweite immer unverändert bleibt.

Vorteile einer Festbrennweite

Dadurch, dass die Festbrennweite eine über eine feste Brennweite verfügt, ergeben sich wissenswerte Vorteile gegenüber einem Zoom-Objektiv.

  1. Der erste Vorteil ist, dass durch die feste Brennweite eine weniger aufwändigere Konstruktion möglich ist. Dadurch kann das Gehäuse kürzer sein, als ein Zoomobjektiv. Dadurch benötigt man weniger Glas, um eine höhere Lichtstärke zu erreichen. Kurz gesagt, sind Festbrennweiten bei gleicher Leistung immer günstiger als Zoom-Objektive. Außerdem sind sie selbstverständlich kleiner und leichter.
  2. Ein weiterer Vorteil entsteht durch die feste Brennweite. Durch diese fixierte Brennweite erhält man einen fixierten Bild-Look. Jedes Bild, sieht irgendwie gleich aus. Das erleichtert bei Anfängern das meistern der Fotografie. Durch eine Festbrennweite kann ich aus Erfahrung sagen, macht man die größten Sprünge beim Fotografieren lernen.
  3. Damit jedoch nicht jedes Foto gleich aussieht, muss man sich als Fotograf mehr bewegen, mal in die Hocke gehen, oder ein paar Schritte nach vorn, oder hinten. Man bekommt ein besseres Auge für die Feinheiten, weil man es sich augenscheinlich nicht so einfach machen kann, wie mit einem Zoom.
  4. Den Vorteil der sich daraus ergibt, erkennt man erst auf dem zweiten Blick. Wenn man sich nicht bewegt, bleibt man auch unflexibel beim fotografieren. Ich meine damit im Kopf. Durch die Bewegung, kommt nämlich auch der Geist in Bewegung. Der Körper bestimmt den Geist und der Geist den Körper. Weiß man also mal nicht weiter bei einem Shooting, kann die Festbrennweite helfen über diesen Punkt hinaus zu kommen und zu einem besseren Ergebnis führen.

Nachteile einer Festbrennweite

  1. Bei den Nachteilen einer Festbrennweite gibt es nicht viel anzumerken. Man kann nicht Zoomen. Das wars.

Nicht Zoomen zu können, ist jedoch nur in wenigen Situationen ein Nachteil. Nämlich, wenn man keine Zeit hat näher zu gehen, oder das Objektiv wechseln und es schnell gehen muss.

Nach fast zehn Jahren in der Fotografie fällt mir dazu wirklich kein weiterer Nachteil ein. Wenn du jedoch noch Nachteile weißt, dann lass mir unten gern einen Kommentar dazu da.

Welche Festbrennweiten sind sinnvoll?

Wer bessere Fotos aufnehmen möchte, sollte auf eine Festbrennweite umsteigen und die Comfort-Zone von Zoom-Objektiven verlassen. Der Vorteil von mehr Lichtstärke und das damit einhergehende, flauschige Bokeh sprechen für sich.

Außerdem fällt es so einfacher zu lernen und sich auf einen Stil festzulegen, oder sich überhaupt einen anzueignen.

Welche Festbrennweite auch immer die beste für dich ist, wird du nach diesem Artikel herausgefunden haben. Vorher zeige ich dir jedoch erstmal die verschiedenen Festbrennweiten und Beispiel-Bilder. Außerdem gebe ich die üblichen Empfehlungen, welche Festbrennweite für welchen Zweck sehr gut geeignet ist.

Grundsätzlich rate ich Anfänger jedoch immer mit einem 50 mm anzufangen, da es preislich sehr gut ist.

Sinnvolle Festbrennweiten:

BrennweiteObjektiv-ArtGeeignet fürObjektiv Empfehlung
14 mmWeitwinkelLandschaften-
24 mmWeitwinkelLandschaften
Interieur
Gruppen
bei Amazon*
35 mmWeitwinkel / Normal-ObjektivLandschaften
Interieur
Gruppen
Reportage
Portraits
bei Amazon*
50 mmNormal-ObjektivReportage
Portraits
Details / Nahaufnahmen
bei Amazon*
85 mmTeleobjektivPortraits
Details / Nahaufnahmen
Produktfotografie
bei Amazon*

Welche Festbrennweite für was?

24 mm Weitwinkel Festbrennweite (und alles darunter)

24 mm und alle Objektive, die weniger mm Brennweite haben, sind klasse Objektive, die der Bildwirkung eine gewissen Weite verleihen können. Aktuell sehr im Trend sieht man solche Objektive häufig in Verwendung für Lifestyle-Fotografie – insbesondere bei Plakaten in der Autowerbung.

24mm festbrennweite fuer portrait

Besonders geeignet für:

  • Reportagen
  • Gruppenportraits (Gruppenfotos)
  • Portraits mit viel erkennbaren Hintergrund
  • Landschaften
  • Innenaufnahmen (Interieur-Fotografie)
  • Architekturfotografie

Vorteile:

  • Man bekommt viele Personen auf ein Bild
  • Man kann besonders nah an ein Modell herantreten, trotzdem viel vom Hintergrund sehen und ein flauschiges Bokeh im Hintergrund haben
  • Man kann weite Landschaften aufnehmen
  • Man kann in geschlossenen- und kleinen Räumen fotografieren

Nachteile:

  • An den Bildrändern sind je nach Qualität des Objektivs oft Verzerrungen möglich. Deshalb muss man Personen immer Zentriert im Bild fotografieren und so gut wie bei jedem Foto in Lightroom oder Photoshop eine Objektivkorrektur vornehmen
  • Gute Weitwinkelobjektive sind teuer
  • Lichtstarke Objektive sind teuer (Link zu meinem Guide)
  • Bei Lichtstarken Objektiven (Blende 1:1.4) kann man schnell den Fokus verhauen und das Bild wird unscharf

35 mm Festbrennweite

Die 35 mm Festbrennweite ist meine absolute Lieblings-Festbrennweite. Ich habe sie praktisch immer drauf. Damit bekomme ich Reportagen und Portraits immer gut hin. Egal welchen Auftrag ich habe, damit komme ich zurecht. Nur selten muss ich mein Objektiv wechseln. Nämlich nur, wenn ich wenig Platz für die Interieur-Fotografie habe, oder auf Events nicht nah genug an das Motiv heran kann.

Ich verwende übrigens das Sigma Art 35 mm und eine Pentax K-1. Du kannst meine Erfahrungsberichte zu diesem 35 mm Objektiv lesen, wenn du auf die Links klickst.

Sigma35mm14artpentaxk1-4

Besonders geeignet für:

  • Reportagen
  • Gruppenfotos
  • Portraits im Reportage Stil und Portraits im Film-Look
  • Landschaften
  • Unternehmensfotografie

Vorteile:

  • Man kann und muss nah ran gehen.
  • Außerdem eignet es sich nicht nur wunderbar für Portraits, sondern auch perfekt für Fotojournalistische Reportagen.
  • Klein und leicht, durch seine Bauweise
  • Gutes Preisleistungsverhältnis
  • Sehr vielseitig einsetzbar
  • Viel weniger Verzerrungen an der Rändern, als 24 mm Festbrennweiten

Nachteile:

  • Modelle die zu weit entfernt sind, können eventuell ein unscharfes Gesicht bekommen. Es eignet sich eher für eine Distanz zum Model bis maximal 3 Meter, sonst bekommt das Foto einen Reportage-Charakter.
  • Günstige Objektive kämpfen mir Verzerrungen an den Rändern und chromatischer Abboration. (Siehe meinen Erfahungsbericht zum 35 mm von Nikon)

50 mm Festbrennweite (normale Festbrennweite)

Die mit Abstand beste Festbrennweite für Anfänger. Man kann kaum etwas damit falsch machen, außer man fotografiert in geschlossen Räumen. Die 50 mm Festbrennweite ist Lichtstark und günstig. Für jede Art von Kamera.

50mm festbrennweite fuer portrait

Besonders geeignet für:

  • Ganzkörper-Portraits
  • Oberkörper Portraits
  • Reisefotografie
  • Fotografie-Anfänger, als erste Festbrennweite

Vorteile:

  • Gut und günstig. Das 50 mm hat so ziemlich von jedem Kamerahersteller als 50mm f/1:1.8 das beste Preisleistungsverhältnis und ist deswegen die erste erste Wahl für den schmalen Geldbeutel und Fotografie-Anfänger.
  • Meistens leicht und leicht (je nach Lichtstärke)
  • Es gibt von jedem Hersteller, für jede SLR, DSLR und DSLM ein 50 mm Objektiv, weil es am einfachsten zu bauen ist.

Ich empfehle das Sigma Art. Du findest es hier bei Amazon*.

Nachteile:

  • Ein Klassiker, der schnell ausgelutscht ist. Zwar sollte es immer im Fotorucksack sein, doch wird der Stil der 50 mm Festbrennweite schnell langweilig und man sehnt sich nach Abwechslung.

Ich möchte anmerken, dass ich mit „wird schnell langweilig“ meine, dass man damit 1-2 Jahre fotografiert und sie dann perfekt beherrscht. Man wird sicher gute Fotos auf Knopfdruck produzieren. Dann sehnt man sich nach einer Weiterentwicklung.

Also keine Sorge. Das beste Objektiv ist nach wie vor die 50 mm Festbrennweite. Egal welche Kamera man hat. Wenn man das beherrscht, sollte man beim Fotografieren eine 35 mm Brennweite ausprobieren. Beide empfehle ich von Sigma Art (siehe Tabelle)

85 mm Festbrennweite (kleines Telephoto-Objektiv)

Mit der 85 mm Festbrennweite bekommt man so gut wie immer ein gut aussehendes Porträt aufgenommen. Wer mit dem 50 mm startet, wird mit dem 85 mm nicht lernen müssen. Du wirst es sofort verstehen. Umgekehrt ist es allerdings anders. Deswegen empfehle ich mit dem 50 mm anzufangen.

Eine 85 mm Festbrennweite ist das so ziemlich unkomplizierteste Objektiv für Portraits. Doch sei vorsichtig, sonst sehen deine Fotos schnell so berechenbar aus, wie die von Calvin Hollywood (Link zu seinem Portfolio).

85mm festbrennweite fuer portrait

Besonders geeignet für:

  • Portraits mit etwas Abstand, wie Bewerbungsfotos und Headshots.
  • Portraits mit viel Bokeh, sodass man den Hintergrund nicht sieht.
  • Produktfotografie ist damit möglich.
  • Makrofotografie kann damit möglich sein.

Vorteile:

  • Ein Butterweiches Bokeh mit Blende f/1:1.4. Wer Abstand zu seinem Model braucht, ist damit richtig bedient
  • Jedes Foto sieht für das Auge eines Fotografie-Anfänger gut aus. Das liegt am dem Bokeh, welches Kit- und Zoom-Objektive nicht bieten können
  • Es ist vergleichsweise günstig mit hoher Lichtstärke zu erwerben

Nachteile:

  • Man braucht tatsächlich Abstand zu seinem Model. Also muss man lauter reden und kann oft schlecht in geschlossenen Räumen fotografieren
  • Es ist sozusagen zweckgebunden
  • Landschaftsfotografie nur bedingt möglich
  • Reportagen nur bedingt möglich

105 mm Festbrennweite (und aufwärts)

Hier kommen wir langsam in die technische Königsklasse. Aufgrund der Konstruktionsweise längerer Objektive, machen sie mit jedem mm mehr einen großen Kostensprung nach oben. Allerdings gelten längere Brennweiten als besonders scharf, was ich aus Erfahrung auch bestätigen kann.

105mm festbrennweite fuer portrait

Besonders geeignet für:

  • Headshots! Wenn man einfach nur ein Headshot aufnehmen und ein Butterweiches Bokeh haben möchte, greift man zu einem 200mm f/1:2.0 (Achtung: Teuer!).
  • Eventfotografie
  • Tierfotografie

Vorteile:

  • Großartige Bildwirkung. Auch zum Freistellen von Bildern sehr gut geeignet, da der Hintergrund extrem unscharf werden kann. Weiterhin sind es sehr scharfe Objektive für Detailverliebte

Nachteile:

  • Teuer. Zumindest, wenn man ein Telephoto mit vernünftiger Lichtstärke haben möchte. Außerdem ebenfalls eher zweckgebunden, da weit entfernt stehen muss um etwas aufs Bild zu bekommen.
  • Groß, lang, schwer

Ich empfehle allerhöchstens die Festbrennweite 105 mm f/2. Alles andere darüber kann ich einem normalen Fotografen nicht empfehlen.

Solltest du eine längere Brennweite haben wollen, dann greife lieber zu einem 70 – 200 mm Zoom-Objektiv mit Blende 2.8, von deinem Kamerahersteller.

Bei Zoom-Objektiven empfehle ich immer die originalen vom Hersteller. Bei Festbrennweiten kommt Sigma Art immer zuerst. Außer, du fotografierst mit einer Leica-Kamera.

Welche Festbrennweite für welchen Zweck?

Wie du an den Beispielen oben siehst, hat jedes Objektiv Vor- und Nachteile sowie eine andere Bildwirkung. Hast du hausgefunden was dir am besten gefällt?

Wenn du nicht so der Typ Fotograf bist, der Nähe sucht solltest du die Finger von einem Weitwinkelobjektiv wie dem 24mm Objektiv lassen. Dann hast du allerdings auch nicht viel vom Hintergrund auf deinem Bild.

  • 35mm Objektive sind besonders vielseitig, da man damit Reportagen und Portraits aufnehmen kann. Es eigenen sich außerdem bedingt für Interieur Fotografie. Es ist beispielsweise mein Lieblingsobjektiv. (Meine Empfehlung für 35 mm*)
  • 50mm Objektive sind ein guter Mittelweg. Es nimmt das auf was du mit deinem normalen Blickfeld siehst. Es ist sozusagen das „echte“ Objektiv (Auf Vollformat). Mit einem Crop-Sensor passt das 35mm besser. Es ist ein perfekter Allrounder für Anfänger. Damit wirst du auch nur schwer den Fokus verhauen können. (Meine Empfehlung für 50 mm*)
  • 85mm Objektive und welche mir längerer Brennweite sind für Headshots und Beauty-Aufnahmen gemacht. Wenn du darauf stehst, solltest du zu einem Objektiv zwischen 85 mm und 105mm greifen. (Meine Empfehlung für 85 mm*)

Richtwerte – Festbrennweiten für Portraits

SensorgrößeFilm-PortraitGanzkörperOberkörperHeadshot
APS-C24 mm35 mm50 mm85 mm +
Vollformat24 mm / 35 mm50 mm85 mm85 mm +

Festbrennweite Empfehlung für Portraits

Dieser Artikel ist eindeutig für Anfänger geschrieben. Deswegen rate ich zu einem 50mm Objektiv. Egal ob für Sony, Nikon, Canon oder Pentax. Das ist für jeden Anfänger die erste Wahl.

Wenn das dann zu langweilig wird, weiß man im Grunde schon, in welche Richtung man weitergehen möchte.

Möchte man mehr vom Hintergrund und Landschaft drauf haben, oder in Räumen fotografieren greift man entweder zu einem 24mm oder einem 35mm.

Sofern man jedoch lieber Emotionen und Charaktere fotografieren möchte empfehlen ich ein 85mm oder eins ab 100 mm.

Alles darüber empfehle ich nur in Ausnahmesituationen, sofern man auf Sportfotografie oder Vogelfotografie steht. Wobei ein 135 mm eventuell auch schick sein kann. Das ist dann jedoch Auftragslagen oder Vorlieben bedingt.

Fazit – Die beste Festbrennweite für Nikon und Canon

Festbrennweiten, doch sind 50 mm am besten für einen Anfänger geeignet, der seinen Weg und Stil in der Fotografie noch finden muss.

Meine Empfehlung fällt auf das 50 mm von Sigma Art*. Den aktuellen Preis kannst du bei Amazon checken, aber grundsätzlich kann sich auch ein gebrauchtes empfehlen, da sie sehr lange halten.

Sofern dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du ihn teilst. Gerne kannst du auch ein Kommentar unten hinterlassen. Ich beantworte jede Frage persönlich und freue mich über Unterhaltungen auf meinem Blog.

32 Gedanken zu „Die beste Festbrennweite um deinen Stil beim Fotografieren zu finden“

  1. Hallo,
    vielen Dank für diesen Blogpost. Er ist sehr aufschlussreich und hat mir auch weitergeholfen(ich bin Fotografie-anfänger mit schmalem Geldbeutel).
    LG Lina

    • Hallo Lina.
      Danke für die Blumen. Es freut mich sehr, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte.
      Viele Grüße!
      Martin

  2. Hallo,
    vielen Dank für diesen griffigen Artikel. Bin seit Wochen am Überlegen, welche Festbrennweite es nun sein wird. Deine Ausführungen bestätigen meine Vorauswahl. Danke!

  3. Ich möchte mich für diesen Artikel bei Ihnen bedanken. Ich selbst bin kein Fotograf sondern 3D Artist, aber meine Render Engine simuliert echtes Kamera und Lichtverhalten. Für mich ist das Aufsetzen einer Szene inklusive „Kameraeinstellungen“ einer der schwierigsten Parts überhaupt. Ihr Artikel hat mir sehr geholfen, die richtige „Brennweite“ für einen meiner Rendershots zu finden und ich verstehe vieles nun schon etwas besser als vorher. Also, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

    • Hi Jeanne.
      Ich freue mich sehr darüber, dass ich dir damit helfen konnte! Deine Website ist sehr cool. Ich finde du machst auch sehr gute Arbeit!:)
      Viele Grüße!
      Martin

  4. Hallo FrankNStein@web.de!
    Danke für deine vielen Kommentare! Alle zwei Stunden ein Hass Kommentar zu hinterlassen ist wirklich Aufmerksamkeit!
    Danke auch, dass Du dir die Zeit nimmst Mich und meinen Blog so wichtig zu nehmen!
    Weil Ich finde, dass auch Du genau so viel Aufmerksamkeit verdient hast und Ich Deine IP-Adresse habe, konnte ich feststellen, wie Dein richtiger Name Frank S. ist und Du Sachbearbeiter bei der DAK in Hamburg bist.
    Es wäre nett, wenn Du dir angewöhnst deinen richtigen Namen zu hinterlassen, denn schließlich tue ich das auch. So bekommst Du nämlich auch ein wenig Aufmerksamkeit.
    Schön, wenn Du schon so ausführlich bist und an Deinem Arbeitsplatz Zeit findest meinen Blog zu lesen. Ich bezahlte Dich mit meinen Krankenkassenbeiträgen, als versicherter der DAK, aber nicht für Blog-Kommentare.
    Sollte ich deswegen weitere solcher Kommentare von Dir auf meinem Blog finden, setze Ich mich mit Deinem Arbeitgeber in Verbindung und beschwere mich über Spam-Emails in Verbindung mit Deiner Email-Adresse und IP-Adresse. Alle Daten sind wie gesetzlich vorgeschrieben protokolliert.
    Viele Grüße und bleib Gesund!
    Martin

    • Hallo Martin,
      ich bin begeistert. Herzlichen Glückwunsch!

      etwas off- topic und off-time, aber:
      Bin heute auf der Suche nach einem Bokeh-Vergleich (APS-C und Vollformat) mit harten Fakten und möglichst physikalischen Grundlagen (ggf. Formeln) auf deinen Blog gestoßen. Habe nicht ganz das gefunden, was ich gesucht habe, aber dennoch gute Ansätze und deswegen weitergestöbert.

      Bereits im 4. Beitrag habe ich dann deinen Kommentar zu FrankNSteins Kommentaren gefunden.
      Da seine Hass-Kommentare leider nicht sichtbar sind und ich diese daher nicht beurteilen kann, muß ich mich etwas zurück halten.

      -> !!! Ich bin jedoch von deinem Kommentar grundsätzlich restlos begeistert !!! …und kann nicht aufhören zu grinsen :))
      Ich habe bisher noch nie eine derart charmante, und gleichzeitig treffende (tödliche) Reaktion auf sinnlose, überflüssige, freche, verletzende, etc. Kommentare im Web gesehen und freue mich wie ein König, dass endlich einmal jemand adäquat reagiert.

      -> zur Info: bin bereits einige Jahrzehnte im Web unterwegs und fühlte mich bisher extrem selten bemüßigt einen Kommentar zu hinterlassen.
      Mag sein der Korinthenkacker hat heute bei mir die Macht übernommen (die Woche war schei … schwierig, Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer),
      Aber deinen Kommentar feier ich jetzt. Trotzdem oder gerade weil -> weil er richtig ist!

      Mist, …wo ist der Korkenzieher? …dann eben reindrücken in den Cheval Blanc (den billigen von Mövenpick).

      Nicht wissend wie FrankNStein so drauf ist, (Kranken- oder Rentenkasse? – da weis man nie so genau :)))
      hinterlasse ich hier allerdings auch nicht meinen Klarnamen.

      vielen Dank, beste Grüße und weiter so!
      martin h. (ja, beides klein)

      (Rechtschreibfehler sind der Rechtschreibreform von 1996 oder den Änderungen von 2004, 2006 und 2011 geschuldet. Den Rest habe ich selbst entwickelt)

      • Hallo Martin.
        Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
        Danke auch für die Blumen.
        Viele Grüße!
        Martin

      • hey martin & Martin,
        manchmal muss man einfach mal „durch den tisch treten“ berechtigterweise und herzlich nonchalant (m.) so getan. dankedanke. umso mehr, weil der artikel wirklich prägnant und trotzdem umfassend genug alles beinhaltet, was mein technikuninteressiertes herz begehrt ..sozusagen. ein riesendankeschön an Martin, den verfasser des artikels und meinen respekt sich zu erheben und denjenigen welchen einfach auch mal klarmachen, was geht und was nicht. so ihr martins mit charakter, moral und werten, und wissen und allem dankeschön. weitermachen. sonniges aus berlin,
        eure emmi

  5. Hallo:) da ich etwas auf dem Schlauch stehe, frage ich nochmal ganz direkt:

    Ich habe eine Canon 7D Mark II (keine Vollformat), würde mir gerne das Sigma 35, 1.4 zulegen. Lohnt es sich für mich? Oder wird es zum 50mm keinen Unterschied machen ? Ich habe ein 50mm und möchte jetzt eben noch eine weitwinklige Festbrennweite zusätzlich zu meinen anderen Objektiven.
    Liebe Grüße Jana!

    • Hallo Jana.
      Danke für Deinen Kommentar!
      Das Objektiv würde einen Unterschied machen. Ich empfehle es für die Canon gebraucht zu kaufen und notfalls für den selben Preis weiterzuverkaufen. Ausprobieren, ob Dir die Brennweite gefällt, schadet nicht!
      Viele Grüße!
      Martin

  6. Hallo Martin, toller Artikel. Ganz vielen Dank dafür, mach bitte weiter so. Ich muss zu deiner Tabelle einmal nachfragen. Ich fotografiere seit einem Jahr mit einer Sony Alpha 6000. Also APS-C. Jetzt will ich endlich das Kit-Objektiv ablösen und habe mir ein gebrauchtes Sony 50mm 1,8er Objektiv bestellt.
    Frage 1: Jedes Objektiv wird „nur“ mit der Vollformat Brennweite angegeben, oder?
    Frage 2: Das heißt, meine 50mm Brennweite wäre bei Vollformat passend für Ganzkörper. An meiner 6000 wäre sie dann eher passend für Oberkörperfotos, da der Bildausschnitt kleiner ist, richtig?
    Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig verstanden.
    Viele Grüße, Michael!

  7. Hallo Martin,
    toller Artikel. Ganz vielen Dank dafür, mach bitte weiter so. Ich muss zu deiner Tabelle einmal nachfragen. Ich fotografiere seit einem Jahr mit einer Sony Alpha 6000. Also APS-C. Jetzt will ich endlich das Kit-Objektiv ablösen und habe mir ein gebrauchtes Sony 50mm 1,8er Objektiv bestellt.
    Frage 1: Jedes Objektiv wird „nur“ mit der Vollformat Brennweite angegeben, oder?
    Frage 2: Das heißt, meine 50mm Brennweite wäre bei Vollformat passend für Ganzkörper. An meiner 6000 wäre sie dann eher passend für Oberkörperfotos, da der Bildausschnitt kleiner ist, richtig?
    Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig verstanden.
    Viele Grüße, Michael!

    • Hi Michael.
      Danke für deinen Kommentar!
      Gut, dass Du das Kit abgelöst hast. Das 50mm 1.8 ist großartig!
      Antwort 1: Ja, das ist richtig. Brennweite ändert sich nicht. Die Größe des Sensors allerdings schon. Die 80mm auf meiner Phase One sind beispielsweise 55mm auf Vollformat. Dagegen entsprocht ein 50mm Objektiv auf APS-C etwa 70mm.
      Antwort 2: Das kommt ganz darauf an wie weit du von deinem Motiv entfernt stehst. Aus Erfahrung weiß ich, weil ich jahrelang mit 50mm auf APS-C gearbeitet habe, dass es oft zu nah dran ist. Für Ganzkörper solltest du eher zum 35mm greifen. 50mm sind aber auch gut für Oberkörperaufnahmen.
      Lass mich wissen, wenn Du weitere Fragen hast.
      Viele Grüße!
      Martin

  8. Vielen Dank für Deinen verständlichen und bebilderten Artikel!!!
    Ich würde gerne mit meiner Aps-c schöne Hundeportraits machen.
    Bin Anfänger und habe derzeit nur ein 17-50 2,8 Zoom.
    Wäre eine 50mm (85KB) Linse das Richtige für mich für den Anfang?
    Lg, Jonas

    • Hallo Jonas.
      Ich denke das 50mm wird dir helfen.
      Sollte man immer haben.
      Viele Grüße!
      Martin

  9. Hallo Martin, soweit sehr interessant. Etwas hast nur die Objektive geschrieben aber du hast vergessen die Grundlage des Motives festzuhalten vergessen oder ich sage mal, die Theorie ist anders: Die Nutzung der Objektive ist nicht massgebend für das Festhalten des Motives… auch nicht der Geldbeutel. Es kommt auf das Resultat und Vor allem auf die Sichtweise des Künstlers (Fotograf, Hobbyfotograf, Handy-blogger) an. Jeder Mensch hat seine eigene Interpretation eines Motives. Jedes Motiv ist nun unterteilbar in Sport, Landschaft, Portrait, Architektur, Laufsteg, (Nikon stellt dir genau die richtige Frage!) Also um mit einer Kamera statt 1 – 5 Objektive zu haben, sollte der Einstieg ein 24-70 2.8 sein. oder dazu das 14-24mm, denn wenn du Reportage ansprichst brauchst du sowohl ein kurzes Tele und eine grössere Brennweite und das schnell. Deine Beschreibung ist gut erklärt jedoch sollte jeder, wirklich jeder nicht blenden lassen oder einsteigen nach Budget oder nach Art des Objektives, sondern nach MOTIV vor den Augen und das Endresultat. Genau das Passiert aktuell im Markt Apple Sony und Samsung schreiben uns vor wie wir mit IHRER Kamera fotografieren sollen und nehmen unsere Augenkreativität weg
    Beste Grüsse Marco

    • Hallo Marco.
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Bevor man sich an kreative Experimente traut, sollte man erstmal die Grundlagen der Fotografie und seine Kamera mit einer Festbrennweite beherrschen.
      Viele Grüße!
      Martin

  10. Hallo Marco,
    ich habe die Seite quasi Studiert, konnte aber die unterschiedlichen Bilder, bzw. Objektive so nicht wirklich miteinander vergleichen.
    Z.B. 50mm und das 85mm Bild könnte für mich auch mit einem Objektiv aufgenommen worden sein und nur die Entfernung wurde verändert.
    Ich glaube, das ICH den Unterschied der einzelnen Brennweiten besser sehen würde, wenn ich exakt das selbe Modell mit selber Entfernung und vor allem vor einem Hintergrund sehen würde, bei dem ich auch das Bokeh vergleichen kann.
    Aber dennoch, was Du zu den einzelnen Brennweiten schreibst und wozu sie sich am besten eignen ist Top.
    Vielen Dank für die Mühe.
    Gruß Jörg

    • Hallo Jörg.
      Danke, dass Du dir meine Beiträge so genau durch liest.
      Ja, man könnte auf jeden Fall extra für den Artikel eine Serie aufnehmen. Das wäre allerdings nicht lohnenswert für mich, da ich genug andere Dinge zutun habe…
      Danke für dein Kompliment!
      Viele Grüße!
      Martin

  11. Bei einem Micro Four Thrids Sensor, was brauche ich das für ‚Oberkörper‘ bzw. ist mein Pendant zu einem 50mm ? Ist das dann ein 24mm z.B.?

    • Hallo Max.
      Das müsste ungefähr hin kommen, aber ich bin mir nicht sicher.
      Schau mal oben bei dem Link im Artikel. Wenn Du darauf klickst, gelangst Du zu einem sehr guten Umrechner und kannst es selbst nachprüfen.
      Viele Grüße!
      Martin

  12. Vielen Dank für Ihren Beitrag!! Bin jetzt um einiges schlauer ;)! Eine Frage hab ich jedoch noch zu klären. Habe eine DSLR mit APS-C Sensor. Um das Ergebnis von einer 50mm prime lens zu erhalten, benötige ich dann eine 35mm Festbrennweite?
    Viele Grüße
    Nico

    • Hallo Nico.
      Danke für deinen Kommentar!
      Freu mich, dass ich dir helfen konnte. Ja, so in etwa. 1:1 kann man das so nicht umrechnen. Ungefähr kommt es aber hin.
      Du hast dann ein APS-C mit 35mm und kein Vollformat mit 50mm. Es unterscheidet sich etwas, aber nicht sehr.
      Viele Grüße!
      Martin

  13. Hallo
    Das war schonmal Aufschlussreichaber leider komme ich trotzdem nicht weiter. Also, ich möchte mir für meine Eos 1300d ein Objektiv mit Festbrennweite holen..50mm..nun heisst es wenn ich dieses für die Eos verwende werden es 85mm. Mir geht es darum das bei einem Portrait wie bei einem Schmetterling der Hintergrund verschwommen und das Motiv klar ist. Leider finde ich kein anderes passendes für meine Kamera welches bei 50mm bleibt und nicht den Geldbeutel sprengt..Macht es denn zwischen 50mm und 85mm einen krassen Unterschied?
    LG Sandra

    • Hallo Sandra.
      Ich empfehle dir zu sparen. Für 500 € bekommst du bereits eine gute gebrauchte Anfängerkamera und ein 50 mm 1.8.
      Viele Grüße!
      Martin

  14. Hallo,
    nach Ihrem Blog, weiß ich nun, das bei Vollformat 85mm das ideale sind. Ich habe nun folgende Situation, ich darf bei meinem Arbeitgeber die Fotos für Webpage machen, also die Fotos der Ansprechpartner. Ich habe seit kurzem eine Sony Alpha 7 MKI mit dem Kit 28-70mm. Kann ich das auch dafür verwenden, oder sollte ich liebe ein altes analoges Canon FD 200mm mit Adapter verwenden? Wollte mir dafür ungern extra ein Objektiv kaufen.
    Danke schon mal.
    BG

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