Lowepro Flipside 400 AW Test nach zwei Jahren Benutzung

Mein Erfahrungsbericht zum Lowepro Flipside 400 AW nach zwei Jahren Verwendung. Ich denke nach dieser Zeit kann ich einen aussagekräftigen Test zum Kamerarucksack von Lowepro abgeben. Was ich damit erlebt habe ich welche Vor- und Nachteile ich erkennen konnte, erfährst Du jetzt.

Dieser Rücksack ist kurz gesagt, etwas besonderes. Der Lowepro Flipside 400 AW* ist nämlich anders als als die meisten DSLR-Rücksäcke. Normalerweise würde man intuitiv erwarten, dass das Kamerafach vorne ist, jedoch befindet es sich bei diesem Modell auf der Rückseite des Rucksacks.

Lowepro hat damit einen Kamerarucksack hergestellt, welcher ausreichend Equipment für kleinere Buchungen oder ein Fotoshooting mit natürlichem Licht beinhalten kann. So kann man seine Vollformat-Kamera mit einem 70-200mm f/2.8 aktionsbereit in den Rucksack legen. Weiterhin befindet sich beispielsweise Platz für einen Aufsteckblitz, ein zweites Objektiv, Akkus, Speicherkarten, Fernauslöser und sonstigen Kleinkram. Wer clever packt, bekommt sogar eine zweite DSLR eingepackt.

Dennoch verfügt er über eine schmale Form und ist ist nicht direkt als Kamerarucksack erkennbar.

Verarbeitung

Der Lowepro 400 AW ist gut ein verarbeiteter sowie gut durchdachter DSLR-Rucksack. Die Nähte sind alle sauber gesetzt und das Nylon als Aussenmaterial ist robust. Weiterhin verfügt der Rucksack über zwei Hauptfächer.

Das erste Fach befindet sich an der Vorderseite und verfügt über die Standardfächer für Handy (verwende ich gerne für meine Visitenkarten) und anderen Kram. Außerdem sind die üblichen Taschen vorhanden für Stifte, Blöcke und Dergleichen (verwende ich gerne für Modelreleases, wenn ich damit unterwegs bin und coole Leute sehe die ich gerne fotografieren möchte).

Übrigens ist es auch möglich ein Netbook oder MacBook Air einzupacken. Wer allerdings ein Macbook pro mitnehmen möchte, hat hier keine Chance.

Das zweite Fach befindet sich auf der Rückseite und ist das oben bereits angesprochene Fach für die Kameraausrüstung. Man kann dort eine Menge Equipment verstauen. Hier ist eine Liste meiner üblichen Ausrüstung für Unterwegs (Sofern ich mit diesem Rucksack-Modell unterwegs bin):

Wie man sieht, bekommt man eine ganze Menge schöner Dinge in diesem Rucksack verstaut. Doch auch das Äußere des Lowepro 400 AW hat seine Besonderheiten.

Vorderseite

Außen an den Seiten des Lowepro 400AW befindet sich eine kleine Tasche mit Stretch, in welcher man einen Tripod verstauen kann (Ich verwende es jedoch viel lieber für eine Wasserflasche, da ich selten unter einer Verschlusszeit von 1/150 fotografiere).

Praktisch ist auch direkt auf der Vorderseite der Plastikverschluss, welcher meiner Meinung nach noch besser als Halterung für einen Tripod geeignet ist.

Rückseite

Die Rückseite ist auf Comfort ausgelegt. Der Hersteller weiß, dass so ein Kamerarucksack schnell viel wiegen kann und man ihn länger trägt. So sind die Gurte groß und bequem. Außerdem hat man um die Hüfte herum Straps, welche für ein noch besseres Trage-Gefühl sorgen.

Für Menschen die es gewohnt sind, befindet sich auf einem der Träger eine kleine Tasche für das Handy und unten am Rucksack (Hat mir schon das ein oder andere Mal meine Ausrüstung gerettet) befindet sich das Regencape für den AW 400.

Vorteile:

  • Ultra robust.
  • Bequem, selbst bei stundenlangem tragen
  • Kleiner Formfaktor mit viel Stauraum
  • Guter Schutz der Ausrüstung
  • Alles Notwendige findet seinen Platz
  • Kamerafach kann nicht geöffnet werden, während man ihn trägt
  • Regencape

Nachteile:

  • Kein Platz für ein MacBook Pro
  • Ich mag keine Hüftgurte
  • Man kann seine Kamera beim laufen nicht eben schnell herausholen

Für wen lohnt er sich?

Der Lowepro Flipside 400 AW lohnt sich wunderbar für Wochenendreisen, zum Wandern, für kleinere Shootings und Aufträge wie Hochzeitsfotografie beim Standesamt. Wer allerdings lieber schnell an seine Kamera gelangen und sein MacBook Pro dabei haben möchte, greift lieber zu einem anderen Modell.

Fazit

Die Vorteile überwiegen die Nachteile. Damals habe ich mich für ihn entschieden, da er mir viel Platz für meine Ausrüstung gewährt hat und sich im Rahmen meines Budgets befand.

2 Gedanken zu „Lowepro Flipside 400 AW Test nach zwei Jahren Benutzung“

  1. Betreff – Bericht von Martin Kleinheinz über die LoewePro Flipside 400 AW : Mit geschlossenen Hüftgurt (!) ist eine Kameraentnahme im stehen möglich: Dabei wird zuerst der Rucksack nach vorne gedreht, dann der Rucksack am hinteren Reißverschluss geöffnet, dadurch klappt der Rucksack nach vorne weg und wird nur vom Hüftgurt am Körper gehalten. Jetzt ist eine Kameraentnahme problemlos möglich. Zu diesem Thema gibt es Youtube-Videos (nicht von mir), die sich mit entsprechenden Stichworteingaben problemlos finden lassen sollten. Mit entsprechender Übung ist eine „schnelle“ Kameraentnahme für den Spontaneinsatz möglich. Danke ansonsten für den sehr schönen Langzeitpraxistestbericht. Viele Grüße, Nils Scholtes

    • Hallo Nils.
      Vielen Dank für deine Umfassende Ergänzung zu meinem Bericht! Das hilft sicherlich vielen Lesern weiter. 🙂
      Wie lange hat er bei dir gehalten? Ich suche derzeit nach einer neuen Alternative zu den alten LoewePro Rucksäcken und mich lächelt ein ganz bestimmter von Manfrotto aus der National Geographic Kollektion an.
      Viele Grüße!
      Martin

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