Rechner·Farbe & Licht

Farbtemperatur & Weißabgleich.

Berechne Konversionsfilter und digitale Korrekturen für präzisen Weißabgleich – mit Mired-Werten, die linear und damit praktisch nutzbar sind.

Ideal für analoge Filmfotografie, Mixed-Light-Situationen und alle, die Farbstiche bewusst korrigieren wollen.

  • Mired-Werte
  • Filter-Empfehlung
  • Analog & Digital
  • Lichtquellen-Presets

Farbtemperatur & Weißabgleich Rechner

Berechnen Sie Konversionsfilter und digitale Korrekturen für präzisen Weißabgleich

Eingabeparameter

Aktuell: 5500K

Aktuell: 5500K

Berechnungsgrundlage:

  • Mired = 1.000.000 ÷ Kelvin
  • Mired-Verschiebung = Ziel-Mired - Licht-Mired
  • Positive Werte = Wärmender Filter (Orange)
  • Negative Werte = Kühlender Filter (Blau)
  • Digitale Korrektur in Weißabgleich-Stufen

Berechnungsergebnisse

Was sind Mired-Werte?

  • Mired = Micro Reciprocal Degrees
  • Lineares Maß für Farbtemperatur-Unterschiede
  • 1 Mired = 1.000.000 ÷ Kelvin
  • Gleiche Mired-Differenz = gleicher visueller Unterschied
  • Standard in der professionellen Fotografie
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Zur AppComing soon · Juni 2026
Grundlagen

Farbtemperatur und Weißabgleich verstehen.

Die Farbtemperatur beschreibt die Lichtfarbe einer Lichtquelle in Kelvin – und Mired macht die Unterschiede zwischen Lichtquellen linear berechenbar.

Farbtemperatur

Kelvin und Lichtfarbe.

Die Farbtemperatur basiert auf der Farbe, die ein schwarzer Körper bei der entsprechenden Temperatur abstrahlen würde:

  • 1900 – 2700 K: Sehr warm (Kerze, Glühlampe)
  • 3200 K: Warm (Halogen, Tungsten)
  • 4000 K: Neutral-warm (Neonröhre)
  • 5500 K: Neutral (Tageslicht, Blitz)
  • 6500 K+: Kalt (Bewölkter Himmel, Schatten)
Mired & Filter

Lineare Korrektur.

Mired (Micro Reciprocal Degrees) = 1.000.000 ÷ Kelvin. Gleiche Mired-Differenzen entsprechen gleichen visuellen Farbunterschieden.

  • 81-, 85-Serie (Orange): Wärmende Filter
  • 82-, 80-Serie (Blau): Kühlende Filter
  • Stärkere Nummern: Größere Korrektur
Mired-Formel

Von Kelvin zum richtigen Filter.

Zwei einfache Schritte: Kelvin in Mired umrechnen, dann die Differenz zwischen Lichtquelle und Ziel bestimmen.

Mired = 1.000.000 ÷ Kelvin
Wandelt Kelvin in linear verwendbare Mired-Werte um.
Shift = Ziel-Mired − Licht-Mired
Positive Werte = Orange-Filter, negative Werte = Blau-Filter.
Beispiel

Halogen (3200 K) → Tageslicht-Film (5500 K)

Halogen-Mired = 1.000.000 ÷ 3200 = 312,5 Mired

Tageslicht-Mired = 1.000.000 ÷ 5500 = 181,8 Mired

Benötigte Verschiebung = 181,8 − 312,5 = −130,7 Mired → 85B Filter

Referenz

Farbtemperatur-Skala und Lichtquellen.

Eine kompakte Übersicht typischer Lichtquellen mit Kelvin, Mired und Charakteristik.

KelvinMiredLichtquelleCharakteristik
1900 K526KerzenlichtSehr warm, romantisch
2700 K370GlühlampeWarm, gemütlich
3200 K312Halogen, TungstenFilm-Standard warm
4000 K250NeonröhreNeutral-warm
5500 K182Tageslicht, BlitzFilm-Standard neutral
6500 K154Bewölkter HimmelKühl, diffus
7500 K133SchattenKalt, bläulich
10000 K100Klarer HimmelSehr kalt, stark bläulich
Filter-Serien

Konversionsfilter im Detail.

Orange- und Blau-Serien mit ihren typischen Mired-Werten – die Grundlage für analoge Farbkorrektur.

Wärmende Filter (Orange)

Kühles Licht korrigieren.

  • 81-Serie: +9 bis +18 Mired (schwach)
  • 81A: +18 Mired
  • 81B: +27 Mired
  • 85B: +131 Mired (Tungsten → Tageslicht)

Verwendung: Korrektur von zu kaltem Licht (bläulicher Farbstich).

Kühlende Filter (Blau)

Warmes Licht korrigieren.

  • 82-Serie: −10 bis −21 Mired (schwach)
  • 82A: −21 Mired
  • 82B: −32 Mired
  • 80A: −131 Mired (Tageslicht → Tungsten)

Verwendung: Korrektur von zu warmem Licht (gelblicher Farbstich).

Profi-Tipps

Fünf Hinweise für präzisen Weißabgleich.

Analog oder digital – diese Regeln gelten in beiden Welten und sparen Dir Farbstiche, die später schwer zu retten sind.

Filter vor digitaler Korrektur
Filter vor der Aufnahme nutzen das gesamte Lichtspektrum optimal. Digitale Korrekturen können bei extremen Verschiebungen zu Farbverlusten führen.
Graukarte für Referenz
Eine 18 %-Graukarte oder Farbkarte im ersten Bild hilft bei präziser digitaler Nachbearbeitung und Weißabgleich-Kalibrierung.
Mixed-Light-Situationen
Bei gemischtem Licht wählst Du den dominanten Lichttyp für den Weißabgleich und korrigierst andere Bereiche selektiv.
RAW-Format nutzen
Fotografiere in RAW für maximale Flexibilität bei der Weißabgleich-Korrektur. JPEG-Dateien haben begrenzte Korrekturmöglichkeiten.
Kreative Farbtemperatur
Bewusste Farbtemperatur-Fehler erzeugen atmosphärische Stimmungen – warme Sonnenuntergänge oder kühle Morgenstimmungen.
Analog vs. Digital

Zwei Welten, ein Ziel.

Film erzwingt physische Filter – digitale Kameras erlauben flexible Korrektur. Beide Wege haben ihre Stärken.

Analoge Fotografie (Film)

Filter sind Pflicht.

Bei der Filmfotografie ist die Farbtemperatur-Korrektur nur über physische Filter möglich. Filme sind für spezifische Farbtemperaturen optimiert:

  • Tageslicht-Film: 5500 K optimiert
  • Tungsten Typ A: 3400 K optimiert
  • Tungsten Typ B: 3200 K optimiert

Vorteile: Natürliche Farbwiedergabe, keine Nachbearbeitung nötig.

Digitale Fotografie

Flexibel korrigierbar.

  • Auto-Weißabgleich: Automatische Anpassung
  • Preset-Modi: Tageslicht, Tungsten, Neon etc.
  • Manuelle Kelvin: Präzise Einstellung möglich
  • RAW-Nachbearbeitung: Verlustfreie Korrektur

Vorteile: Flexibel, nachträglich korrigierbar.

Häufige Fragen

Antworten auf typische Fragen.

Vom Tool zum Können

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Fotograf, Martin Fernando Mera Kleinheinz · Franz-Bork-Straße 21, 30163 Hannover · 0179 4085297