Als ich angefangen habe, mich als Fotograf selbstständig zu machen, habe ich meinen Stundensatz so gewählt: Ich habe gegoogelt, was andere verlangen, habe mich irgendwo in der Mitte einsortiert und mich gut gefühlt. Drei Monate später saß ich abends am Laptop, habe Rechnungen geschrieben und gemerkt: Die Zahlen auf dem Konto passen nicht zu der Arbeit, die ich leiste. Ich war viel unterwegs, viel am Rechner — und trotzdem blieb am Monatsende weniger übrig, als ich erwartet hatte.
Das war kein Pech. Das war fehlende Kalkulation. Ich hatte nur die Stunden am Set im Kopf — nicht die Nachbearbeitung, nicht die Abschreibung der Kamera, nicht die Stunden für Angebote und E-Mails, nicht die Steuern, die einmal im Jahr als böse Überraschung kamen. Ich habe im Grunde einen Teil meiner Arbeit verschenkt, ohne es zu merken.
Genau deshalb habe ich später den Stundensatz-Rechner gebaut und die Photo Calculator App entwickelt. Nicht als Mathe-Spielzeug, sondern weil ich selbst die Antwort auf eine simple Frage brauchte: Was muss ich mindestens verlangen, damit ich davon leben kann — und nicht nur so tun, als würde ich davon leben? Dieser Artikel erklärt Dir Schritt für Schritt, wie Du zu dieser Zahl kommst. Ohne BWL-Studium. Aber mit dem Respekt, den Deine Arbeit verdient.




