Fujifilm X100V Test: Noch kaufen oder lieber X100VI?
Noch eine X100V kaufen — oder lieber gleich die X100VI? Und wann die RX100 VII die bessere Reisekamera ist.
Autor
Martin Kleinheinz
Fotograf · Content Creator · Hannover
Aktualisiert
28. August 2026
Eine Kamera, die wie ein kleines Messsucher-Werkzeug wirkt, Filmsimulationen mitbringt, die viele erst in der Nachbearbeitung suchen — und trotzdem in die Jackentasche passt: Das ist das Versprechen der Fujifilm X100-Serie. Die X100V war jahrelang der Hype-König unter den Premium-Kompakten. 2026 ist sie abgekündigt, gebraucht oft teuer, und die X100VI steht mit IBIS und 40 Megapixeln im Regal. Genau dort beginnt die ehrliche Frage hinter dem Suchvolumen „Fujifilm X100V Test“.
Ich habe die X100-Logik im Street-, Reise- und Alltagseinsatz genutzt: immer dabei, festes 23mm f/2, Hybrid-Sucher, JPEGs, die man oft direkt durchschicken kann. Was Specs und Foren unterschlagen: Nähert sich der Gebrauchtpreis der V dem Straßenpreis der VI, zahlst Du Fast-Neu-Preis für eine Kamera ohne IBIS. Das ist kein Schnäppchen — das ist Nostalgie mit Aufpreis.
Du bekommst hier keine Datenblatt-Abschrift und keinen Hype-Artikel, sondern eine klare Kaufentscheidung: Wann die X100VI 2026 die bessere Wahl ist, wann eine gebrauchte X100V noch Sinn macht — und wann Du mit der Sony RX100 VII als Zoom-Reisekamera besser fährst.
00
Kurz
Lohnt sich die Fujifilm X100V 2026 noch? Das Kurzfazit
Kurz gesagt: Neu kaufst Du 2026 keine X100V mehr — und solltest es auch nicht wollen. Die Fujifilm X100VI ist die bessere Wahl: gleiches 23mm-f/2-Feeling, aber Bildstabilisierung im Body, 40 Megapixel und aktueller Prozessor.
Die abgekündigte X100V bleibt nur dann vernünftig, wenn Du sie gebraucht klar günstiger als die VI bekommst (oft grob 1.250–1.550 €, Stand August 2026) und Zustand, Verschlusszählung und Händlergarantie prüfst. Liegt der Gebrauchtpreis nahe an 1.700–1.850 € für eine neue VI, ist die V ein schlechter Deal.
Top 3
Meine drei Empfehlungen
**#1 Fujifilm X100VI** — wenn Du neu kaufst (IBIS, 40 MP). **#2 Fujifilm X100V** nur gebraucht mit klarem Preisabstand und geprüftem Zustand. **#3 Sony RX100 VII**, wenn Du Zoom bis 200mm brauchst statt Festbrennweite.
Vergleich
Fujifilm
Fujifilm X100VI
Fujifilm
Fujifilm X100V
Sony
Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII
Bild
Empfehlung
Sweet Spot
Budget
Alternative
Sensor
40,2 MP APS-C X-Trans 5 HR
26,1 MP APS-C X-Trans 4
20,1 MP 1" Stacked CMOS
ISO-Bereich
FUJINON 23mm f/2 (≈35 mm)
FUJINON 23mm f/2 (≈35 mm)
ZEISS 24–200mm f/2.8–4.5
Autofokus
IBIS bis ca. 6 EV
kein IBIS
OIS + elektronisch
Detail
Hybrid-Sucher, Filmsims, 6.2K-Video
Hybrid-Sucher, Filmsims, ND 4 Blenden
20 fps, Pop-up-Sucher, Pocket-Zoom
Stärken
+IBIS macht Low-Light und Handheld spürbar entspannter
+40 MP erlauben Cropping ohne sofort weich zu werden
+Gleiche 23mm-f/2-Sprache und Handling wie die X100V
+Aktueller Prozessor und längere Firmware-Perspektive
+Mehr Filmsimulationen für JPEG-Workflow
+Gleicher Kern-Look und 23mm-Handling wie die VI
+Leichter und oft günstiger als Neu-VI
+Starke JPEG-Filmsimulationen und APS-C-Qualität
+Hybrid-OVF/EVF für Street und Präzision
+Bewährte Serie mit DPReview-Gold-Ruf
+Echtes Tele bis 200mm ohne Objektivwechsel
+Deutlich kleiner und leichter als X100
+Sehr schneller Autofokus für die Klasse
+Günstiger als aktuelle X100VI-Streetpreise
Schwächen
−Premiumpreis — Hype kann Verfügbarkeit und Streetpreis verzerren
−Etwas schwerer als die X100V
−Immer noch Festbrennweite — kein Zoom
−Für reine System-Wachstumswünsche zu starr
−Kein IBIS — Low-Light und Video hinter der VI
−Gebrauchtpreise oft zu nah an der VI = schlechtes Value
−Discontinued — Support/Neuware begrenzt
−4K-Clips können überhitzen
−Kleinerer Sensor — weniger APS-C-Look
−Akku ist die reale Schwäche
−Kein Film-Sim-Charakter wie Fuji
−Kein hybrider OVF
Geeignet für
Street, Everyday Carry und Reise mit fester 35-mm-Sprache — wenn Du neu kaufst und IBIS willst.
Wer den X100-Look will und eine geprüfte Gebraucht-V klar unter VI-Preis bekommt.
Reise und Street mit Zoom-Bedarf — wenn die feste 35 mm der X100 zu eng wird.
Warum „noch X100V kaufen“ 2026 oft die falsche Suchanfrage ist — und wann sie trotzdem stimmt — zeigt der Rest dieses Fujifilm X100V Tests. Für die breitere Einordnung Premium-Kompakt vs. System lohnt zusätzlich der Blick auf Kameramarken und die beste Reisekamera.
01
Zielgruppe
Für wen die X100-Serie wirklich passt
Bevor Du Dich durch Megapixel und Filmsims liest: Die wichtigste Frage ist, ob Dein Einsatzzweck überhaupt zur X100-Familie passt. Feste 23mm f/2 (ca. 35mm KB-äquivalent auf APS-C) ist ein Statement — kein Zoom, kein „alles abdecken“. Die Tabelle zeigt, wo die Serie stark ist und wo eine andere Kamera mehr Sinn ergibt.
Eine Linse, wenig Gewicht — wenn Du mit 23mm leben kannst
Dokumentarisch / Reportage light
Gut
Diskret, Filmsims für Look ohne lange Nachbearbeitung
Reise mit Zoom-Bedarf
Schwach
Kein Zoom — hier ist die RX100 VII oft die bessere Wahl
Video / Vlog vor der Linse
Bedingt
Geht, aber keine Vlog-Spezialistin — eher ZV-1-Territorium
Sport / Wildlife
Nein
Festbrennweite und AF-Charakter nicht für Action ausgelegt
Fit-Einschätzung nach eigener Praxis und Nutzerkonsens — Stand August 2026
Street- und Alltagfotografen, die bewusst mit einer Festbrennweite arbeiten wollen, bekommen mit der X100-Serie genau das, was viele Systemkameras erst mit Kit und Rucksack imitieren: Eine Kamera, die Du wirklich mitnimmst. Bist Du Einsteiger und unsicher, ob APS-C und feste Brennweite zu Dir passen, lohnt vorher der Blick auf Kamera für Anfänger und den Vergleich Crop oder Vollformat / APS-C. Für Budget-Rahmen unter 1.000 € ist die X100-Klasse meist zu teuer — dann eher beste Kamera unter 1.000 Euro.
02
Daten
Die technischen Daten: X100V vs. X100VI im Überblick
Bevor es um Alltagstauglichkeit geht: Hier stehen die Zahlen laut Fujifilm und dem gängigen Spec-Konsens. Wichtig für diesen Fujifilm X100V Test: Die V läuft auf X-Processor 4 und dem 26,1-MP-X-Trans-CMOS-4 — nicht auf Processor 5. Falsche Produktseiten und Reseller-Texte verwechseln das gerne mit der VI. Jede Zeile taucht später im Praxis-Check wieder auf.
Kategorie
Fujifilm X100V
Fujifilm X100VI
Sensor
26,1 MP X-Trans CMOS 4 (APS-C)
40,2 MP X-Trans CMOS 5 HR (APS-C)
Prozessor
X-Processor 4
X-Processor 5
Objektiv
23mm f/2 (ca. 35mm KB-äquiv.)
23mm f/2 (gleiches optisches Konzept)
ND-Filter
Integriert, ca. 4 Blenden
Integriert, ca. 4 Blenden
Stabilisierung
Kein IBIS
IBIS, bis ca. 6 EV (laut Fujifilm)
Sucher
Hybrid OVF + EVF, EVF ca. 3,69 Mio. Bildpunkte
Hybrid OVF + EVF (weiterentwickelt)
Display
3" Touch, klappbar (tilt)
3" Touch, klappbar (tilt)
Video
4K bis 30p
Bis 6,2K / starkeres Video-Paket
Filmsimulationen
Klassiker inkl. Classic Chrome u. a.
Mehr Sims, u. a. neuere Looks (z. B. Reala Ace je Firmware/Region)
Akku
NP-W126S, ca. 350–420 Aufnahmen (CIPA, Modus abhängig)
NP-W126S, ähnliche Klasse — Praxis oft etwas höher nutzbar
Gewicht
Ca. 478 g (mit Akku/Karte)
Ca. 521 g (mit Akku/Karte)
Markteinführung / UVP
Feb. 2020, UVP damals 1.499 €
2024, UVP 1.799 €
Straßenpreis DE 2026
Gebraucht typ. ca. 1.250–1.550 €
Neu typ. ca. 1.700–1.850 €
Fujifilm X100V vs. X100VI — Kernspezifikationen, Stand August 2026
Auf dem Papier teilen sich V und VI Linse, ND und die Grundidee Hybrid-Sucher. Der Alltagstrenner ist IBIS — und der Sensorsprung. Ob das Deinen Kaufpreis rechtfertigt, klärt der nächste Abschnitt.
03
Alltag
Handling, Sucher und Akku — was das Datenblatt verschweigt
Zahlen sagen wenig darüber, wie sich eine X100 anfühlt, wenn Du sie den ganzen Tag um den Hals oder in der Jacke trägst. Hier der Alltagscheck — aus eigener Praxis mit der Serie plus Konsens aus Tests und Nutzerberichten, keine Labor-Messreihe.
Handling & Größe
Beide Generationen sind Premium-Kompakten mit Griffmulde und klassischen Analog-Rädern (Verschlusszeit, Belichtungskorrektur, Blende am Objektivring). Die VI ist etwas schwerer (~521 g vs. ~478 g). Im Alltag merkst Du den Unterschied, aber beide bleiben „immer dabei“-Kameras — solange Du kein Zoom-Set erwartest.
Hybrid-Sucher
OVF für Street-Feeling und wenig Lag, EVF für Belichtung und Filmsim-Vorschau. Das ist einer der Gründe, warum Leute die Serie lieben — und warum ein reines Klappdisplay wie bei manchen Vlog-Kompakten hier nicht ersetzt, was der Sucher leistet. Wer oft bei grellem Licht fotografiert, nutzt den Sucher ohnehin häufiger als das Display.
Kein IBIS bei der V — der Alltagsknacker
Ohne Bildstabilisierung im Gehäuse brauchst Du saubere Haltung, ausreichend Verschlusszeit oder Glück mit Licht. Bei Dämmerung, Innenräumen und längeren Brennweiten-Äquivalenten (Crop/Digital) wird das spürbar. Die VI entschärft genau diesen Punkt — und das ist der Hauptgrund, warum ich 2026 neu zur VI rate.
Akku NP-W126S
CIPA-Werte um grob 350–420 Aufnahmen je nach Sucher/Display-Nutzung. Praxis: Ein zweiter Akku gehört ins Gepäck, besonders wenn Du viel EVF und Review nutzt. Das gilt für V und VI ähnlich — kein Drama, aber planbar.
Menü & Bedienung
Fuji-typisch: viel über Räder, Q-Menü und Filmsims. Einsteiger brauchen eine Lernkurve — wer von Smartphone kommt, sollte das einkalkulieren. Dafür belohnt Dich die Kamera mit einem Workflow, der sich nach Fotografie anfühlt, nicht nach App.
In Tests und Nutzerberichten werden JPEG-Look, Hybrid-Sucher und Kompaktheit oft gelobt. Die Kritik wiederholt sich: Premiumpreis, kein Zoom — und bei der V fehlendes IBIS. Das deckt sich mit dem, was ich im Alltag sehe: klare Stärken, klare Grenzen — kein Universal-Wunder.
04
Bild
Bildqualität & Filmsimulationen: der JPEG-Look, der Hype macht
APS-C mit X-Trans ist hier kein Marketing-Buzzword, sondern der Grund, warum viele die X100V überhaupt wollen: brauchbare bis hervorragende JPEGs geradeaus aus der Kamera, plus Filmsimulationen, die sich nach Film anfühlen, ohne dass Du sofort ein Preset-Paket brauchst. Die V mit 26,1 MP liefert genug Reserve für Web, Print und leichten Crop. Die VI mit 40,2 MP gibt Dir mehr Spielraum beim Freistellen — und etwas mehr Anspruch an Technik und Speicherkarten.
◆Tageslicht: knackig, farbstark, Filmsims wie Classic Chrome / Astia / Provia als Look-Werkzeug
◆ISO-Praxis V: bis grob ISO 1600–3200 oft alltagstauglich; darüber je nach Motiv und Ausgabe
◆ISO-Praxis VI: feineres Detail, aber Physik bleibt APS-C — kein Vollformat-Wunder
◆23mm f/2: schönes Alltag-Bokeh auf kurze Distanz, kein 85mm-Portrait-Monster
◆ND 4 Blenden: hilft bei offener Blende und Video/Foto bei viel Licht
Der fotografische Knackpunkt zwischen V und VI ist nicht „die Linse ist besser“ — sie folgt demselben 23mm-f/2-Konzept. Der Unterschied sitzt bei Auflösung, Prozessor, neueren Sims und vor allem dabei, wie viele scharfe Aufnahmen Du bei wenig Licht aus der Hand holst, weil die VI stabilisiert. Wer RAW entwickelt, holt aus beiden viel; wer JPEG-first arbeitet, bekommt bei der VI das aktuellere Film-sim-Paket.
Wer generell APS-C vs. größere Sensoren einordnen will, findet den technischen Rahmen unter Crop oder Vollformat. Und wer Fuji eher im Mittelformat denkt: Der Fuji GFX 100S Test zeigt eine völlig andere Liga — andere Preis-, Datei- und Workflow-Realität. Für Speicher und Serien hilft der Ratgeber zur SD-Karte für die Kamera.
05
AF
Autofokus & Serienbild: gut genug für Street — nicht für Sport
Die X100-Serie ist keine Sportkamera. Für Street, Portraits im Alltag und dokumentarische Momente reicht der AF der V in der Praxis meist aus — Gesicht/Auge und Zonen-AF machen den Job, wenn Licht und Kontrast stimmen. Die VI profitiert vom neueren Prozessor und Sensor-AF-Paket; der Sprung fühlt sich spürbar moderner an, ersetzt aber keine dedizierte Action-Systemkamera.
Street & Alltag
Zone oder weites Feld, vorfokussieren, Moment abwarten — klassische X100-Arbeitsweise. Der Hybrid-Sucher hilft, Szenen zu lesen, bevor Du auslöst. So fotografiere ich Street oft schneller als mit einem großen Zoomsystem.
Gesicht / Auge
Bei Portraits und Menschen im Café zuverlässig genug für den Anspruch der Kamera. Bei starkem Gegenlicht oder Teilverdeckung braucht es gelegentlich Nachhilfe per Fokuspunkt — normal für die Klasse.
Serienbild
Für kurze Sequenzen brauchbar, kein 20-fps-blackout-free-Monster wie bei manchen 1"-Stacked-Kompakten. Wer Kinder-Sport oder Wildlife will, ist in der falschen Produktkategorie — dann Systemkamera oder eine AF-lastige Kompakte wie die RX100 VII.
Manuell & Hyperfokal
Viele X100-Nutzer arbeiten bewusst mit Zonenfokus und Blende 5.6–8. Das ist kein Rückschritt, sondern Teil der Kamera-Kultur — und entlastet den AF in hektischen Street-Momenten.
In der Praxis heißt das: Für den typischen X100-Käufer (Street, Reise mit einer Brennweite, JPEG-Look) ist der AF kein Dealbreaker. Für alles, was Tracking auf Steroiden braucht, gibt es ehrlichere Werkzeuge.
06
Video
Video: brauchbar, aber nicht der Kaufgrund
Die X100V liefert 4K bis 30p — für Reels, kurze Dokus und Travel-Clips völlig okay, wenn Du die Festbrennweite und fehlendes IBIS akzeptierst. Handheld bei Gehen und wenig Licht ist ohne Stabilisierung anstrengender; viele greifen zu Gimbal, Stativ oder kürzeren Clips. Die X100VI legt beim Video-Paket klar nach (u. a. höheres Auflösungspotenzial bis 6,2K-Klasse laut Fuji) und vor allem mit IBIS — genau deshalb ist Video ein weiteres Argument für die VI, nicht für eine teure gebrauchte V.
◆X100V: 4K30, ND integriert, kein IBIS — Foto-Kamera mit Video-Nebenrolle
◆X100VI: stärkeres Video-Feature-Set + IBIS — immer noch keine dedizierte Vlog-Cam
◆Audio: brauchbar onboard, für Sprache oft externes Mic sinnvoll
◆Vlog vor der Linse: Klappdisplay hilft, aber Mic-/Creator-Workflow der ZV-1 ist darauf spezialisiert
Kurz: Video geht. Es rechtfertigt allein aber keinen Premiumpreis — und schon gar keinen Gebrauchtpreis nahe der neuen VI ohne IBIS.
07
Entscheidung
X100V vs. X100VI: gleicher Charakter, anderer Alltag
Das ist der Kern dieses Fujifilm X100V Tests: V und VI fühlen sich verwandt an — gleiches Brennweiten-Feeling, ähnliche Bedienung, gleicher „kleine Messsucher-Kamera“-Reiz. Die VI ist trotzdem kein kosmetisches Update. Sie verschiebt den Alltag spürbar.
Du brauchst …
Eher X100V (gebraucht)
Eher X100VI (neu)
IBIS / Low-Light aus der Hand
Schwächer (kein IBIS)
Klar besser (~6 EV laut Fuji)
Auflösung / Crop-Reserve
26,1 MP — solide
40,2 MP — mehr Spielraum
Aktueller Prozessor / Sims
X-Processor 4, klassische Sims
X-Processor 5, neueres Sim-Paket
Video-Anspruch
4K30 okay
Stärkeres Paket + IBIS
Preis-Logik 2026
Nur bei klarem Abschlag
Empfehlung neu
Gewicht
Leichter (~478 g)
Etwas schwerer (~521 g)
Entscheidungsmatrix X100V vs. X100VI — Stand August 2026
Einfach gesagt: Die VI ist die bessere Alltags- und Reise-X100 2026. Die V ist eine Value-Option gebraucht, wenn der Preis den fehlenden IBIS und den älteren Stand wirklich ausgleicht. Wer „X100V“ googelt und dann eine V zum Fast-VI-Preis kauft, optimiert Hype — nicht Nutzen.
08
Vergleich
Vier Optionen im direkten Vergleich
Statt einzelner Datenblätter hilft der direkte Vergleich. Die Grafik fasst die Kandidaten zusammen, die Tabelle liefert die Details — inklusive Smartphone als ehrlicher Null-Linie und der RX100 VII als Zoom-Alternative.
X100VI vs. X100V vs. RX100 VII vs. Smartphone — Stand August 2026
Kriterium
X100VI
X100V
RX100 VII
Smartphone
Sensor
40,2 MP APS-C
26,1 MP APS-C
20,1 MP 1"
klein, je Modell
Brennweite
23mm f/2 fest
23mm f/2 fest
24–200mm Zoom
fest / Multi-Cam
Stabilisierung
IBIS ~6 EV
kein IBIS
OIS + elektronisch
sehr gut (Software)
Sucher
Hybrid OVF/EVF
Hybrid OVF/EVF
EVF ausklappbar
Display
JPEG-Look / Sims
Sehr stark
Sehr stark
Sony-Look, weniger „Film“
Computational
Gewicht
ca. 521 g
ca. 478 g
ca. 302 g
immer dabei
Preis ca.
1.700–1.850 € neu
1.250–1.550 € gebr.
ca. 1.049 €
0–1.500 €
Stand August 2026 — exakte Preise und Verfügbarkeit beim Shop prüfen
Gegenüber dem Smartphone gewinnen beide X100-Modelle bei Sucher, manuellem Feeling und konsistentem Foto-Look. Gegenüber der RX100 VII gewinnen sie bei APS-C und Filmsims — verlieren bei Zoom und Hosentaschen-Größe. Keine Option ist objektiv die beste; jede beantwortet eine andere Frage. Wer Marken und Systemwelten einordnen will, findet Kontext unter Kameramarken.
09
Entscheidung
Der Entscheidungsbaum: welche Kamera passt zu Dir
Statt weiter Specs zu vergleichen, geh den Baum von oben nach unten durch. Die erste Frage entscheidet mehr über Deine Kaufentscheidung als jede einzelne Kennzahl aus den Tabellen oben.
Entscheidungsbaum — vom Einsatzzweck zur richtigen Kamera, Stand August 2026
◆Willst Du neu kaufen und mit 23mm leben → Fujifilm X100VI
◆Findest Du eine geprüfte X100V klar günstiger als die VI und akzeptierst kein IBIS → X100V gebraucht
◆Brauchst Du Zoom 24–200mm und maximale Kompaktheit → [Sony RX100 VII](/sony-rx100-vii-test/)
◆Filmst Du vor allem vor der Linse (Vlog) → eher Sony ZV-1, nicht X100
◆Reicht Dein Smartphone für Alltagsschnappschüsse → keine der drei kaufen, siehe FAQ
Für die meisten Leser, die bis hier gelesen haben und 2026 neu investieren, landet der Pfad bei der X100VI — deshalb ist sie meine Empfehlung in diesem Test. Die X100V bleibt oft gesucht, selten der klügste Neu-/Fast-Neu-Kauf. Wer unsicher ist zwischen Reise-Kompakt und System, findet Orientierung in der besten Reisekamera.
10
Detail
Fujifilm X100VI im Detail: meine Empfehlung 2026
Nach allen Tabellen bleibt die Frage: Überwiegt bei der X100VI das, was überzeugt, oder das, was nervt? Hier die kurze Bilanz vor der Verdict-Karte.
Die Stärken im Alltag
IBIS macht aus der gleichen Linse eine entspanntere Kamera bei Dämmerung, Innenräumen und Video. 40 MP geben Crop-Reserve. Processor 5 und das neuere Sim-Paket halten den JPEG-Workflow aktuell. Hybrid-Sucher und Analog-Bedienung bleiben der Charakter, wegen dem Leute Fuji wollen.
Die Kompromisse
Premiumpreis um typisch 1.700–1.850 €. Immer noch festes 23mm — kein Zoom. Etwas schwerer als die V. Wer „eine Kamera für alles“ erwartet, wird enttäuscht; wer bewusst Festbrennweite will, bekommt 2026 die sinnvollste X100.
Preislich ist die VI kein Schnäppchen — aber sie ist die ehrliche Antwort auf die Suchanfrage hinter „X100V Test“: Du willst die X100-Erfahrung. Neu und zukunftsfähig heißt das 2026 VI, nicht eine abgekündigte V zum Fast-VI-Preis.
Sweet Spot
Bewertung
4.7
/ 5,0
★★★★☆
Basierend auf 0 verifizierten Bewertungen
Fujifilm
Fujifilm X100VI
Sweet Spot — die rationale Neu-Empfehlung 2026
40,2-MP-APS-C X-Trans CMOS 5 HR, X-Processor 5, festes FUJINON 23mm f/2 (≈35 mm KB) und erstmals IBIS bis ca. 6 EV. Hybrid-Sucher, Filmsimulationen inkl. neuer Looks, stärkeres Video. Typisch ca. 1.700–1.850 € — die konsequente Wahl, wenn Du neu kaufst und Low-Light, Cropping und längeren Support willst.
Was überzeugt
+IBIS macht Low-Light und Handheld spürbar entspannter
+40 MP erlauben Cropping ohne sofort weich zu werden
+Gleiche 23mm-f/2-Sprache und Handling wie die X100V
+Aktueller Prozessor und längere Firmware-Perspektive
+Mehr Filmsimulationen für JPEG-Workflow
Was Du wissen solltest
−Premiumpreis — Hype kann Verfügbarkeit und Streetpreis verzerren
−Etwas schwerer als die X100V
−Immer noch Festbrennweite — kein Zoom
−Für reine System-Wachstumswünsche zu starr
Editor's Statement
“Neu kaufen 2026? Dann eher VI als eine teure X100V”
Die X100V ist abgekündigt. Gebrauchtpreise schwanken stark — oft im Korridor grob 1.250–1.550 € (Stand August 2026), je nach Zustand, Zubehör und Hype-Welle. Das Problem: Manche Angebote liegen so nah am Straßenpreis der neuen X100VI (~1.700–1.850 €), dass Du für eine Kamera ohne IBIS und mit älterem Sensor/Prozessor fast denselben Betrag zahlst. Dann ist die V kein Value — sondern ein schlechter Trade.
Wann die V trotzdem Sinn macht: Du bekommst einen geprüften Körper mit deutlichem Abstand zur VI, kennst die Grenzen (kein IBIS, 26 MP, Processor 4) und willst bewusst sparen. Dann bleibt die fotografische DNA — gleiches 23mm-f/2-Feeling, Hybrid-Sucher, starker JPEG-Look — ohne Neu-Aufpreis für Features, die Du bewusst opferst. Ohne diesen Abstand: Finger weg.
Als Money-Keyword bleibt „Fujifilm X100V“ verständlich: Viele kennen den Namen aus 2020–2024. Als Kaufempfehlung 2026 gilt sie nur unter der Value-Bedingung oben — sonst zeigt der Verdict bewusst auf die VI.
Budget
Bewertung
4.6
/ 5,0
★★★★☆
Basierend auf 0 verifizierten Bewertungen
Fujifilm
Fujifilm X100V
Value — Money-Keyword, vor allem als Geprüft-Gebraucht
26,1-MP X-Trans CMOS 4, X-Processor 4, neu berechnetes 23mm f/2, Hybrid-Sucher, klappbares Touch-Display, interner ND. Kein IBIS. Typisch gebraucht ca. 1.250–1.550 € — lohnt 2026 vor allem, wenn der Preis klar unter einer lieferbaren X100VI liegt und Zustand/Seriennummer geprüft sind. Neuware praktisch discontinued.
Was überzeugt
+Gleicher Kern-Look und 23mm-Handling wie die VI
+Leichter und oft günstiger als Neu-VI
+Starke JPEG-Filmsimulationen und APS-C-Qualität
+Hybrid-OVF/EVF für Street und Präzision
+Bewährte Serie mit DPReview-Gold-Ruf
Was Du wissen solltest
−Kein IBIS — Low-Light und Video hinter der VI
−Gebrauchtpreise oft zu nah an der VI = schlechtes Value
−Discontinued — Support/Neuware begrenzt
−4K-Clips können überhitzen
Editor's Statement
“Nur kaufen bei klarem Preisabstand zur VI und geprüftem Zustand”
Die Sony RX100 VII beantwortet eine andere Frage: Nicht „35mm-Feeling und Fuji-JPEG“, sondern „eine Hosentaschen-Kamera mit Zoom bis 200mm“. Mit 1"-Sensor, ZEISS 24–200mm, starkem AF und ausklappbarem EVF ist sie die klassische Reise-Allrounderin — oft um ca. 1.049 €. Weniger APS-C-Look, weniger Filmsim-Romantik, dafür Reichweite, die die X100 nie liefern wird.
Greif zur RX100 VII, wenn Du Architektur und Tele ohne Objektivwechsel brauchst, maximal kompakt bleiben willst und Dir IBIS/OIS-Kombination plus Zoom wichtiger sind als Fuji-Charakter. Bleib bei der X100-Serie, wenn Du bewusst mit einer Brennweite arbeitest und Sucher plus JPEG-Look Priorität haben. Details und Entscheidungsbaum findest Du im Sony RX100 VII Test; die Einordnung Reise insgesamt unter beste Reisekamera. Wer eher Vlog vor der Linse denkt: Sony ZV-1 Test.
Alternative
Bewertung
4.6
/ 5,0
★★★★☆
Basierend auf 0 verifizierten Bewertungen
Sony
Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII
Alternative — Zoom-Reise statt Festbrennweite
20,1-MP-1"-Sensor, ZEISS 24–200mm, Hybrid-AF, Pop-up-Sucher. Typisch ca. 1.049 € — die richtige Alternative, wenn Du Reichweite und Hosentaschen-Zoom brauchst statt einer festen 35-mm-Sprache. Andere Philosophie als die X100-Serie.
Was überzeugt
+Echtes Tele bis 200mm ohne Objektivwechsel
+Deutlich kleiner und leichter als X100
+Sehr schneller Autofokus für die Klasse
+Günstiger als aktuelle X100VI-Streetpreise
Was Du wissen solltest
−Kleinerer Sensor — weniger APS-C-Look
−Akku ist die reale Schwäche
−Kein Film-Sim-Charakter wie Fuji
−Kein hybrider OVF
Editor's Statement
“Wenn Zoom und Reise-Vielseitigkeit wichtiger sind als Filmsims”
Die Kaufliste ist kurz, aber nicht optional. Wenige Teile machen den Unterschied zwischen „schöne Kamera“ und „Kamera, die Du täglich nutzt“.
Ersatzakku NP-W126S
Ein zweiter Akku ist Pflicht für Reisetage und längere Street-Runden. Originalakkus sind zuverlässig; geprüfte Drittanbieter funktionieren oft, mit etwas Risiko bei Kapazität und Langzeitstabilität.
Adapterring + Schutzfilter
Schützt die Frontlinse und verbessert den Wetteranspruch. Viele X100-Nutzer fahren dauerhaft mit Filter — sinnvoll, solange Qualität stimmt (Geisterbilder bei Nachtlicht prüfen).
Handschlaufe / kleiner Strap
Die Kamera ist wertvoll und kompakt — eine gute Schlaufe verhindert den klassischen „aus der Hand“-Moment besser als jedes Marketing-Feature.
Passende Speicherkarte
Für 4K und 40-MP-RAWs der VI eine solide, schnelle SDXC. Details zu Klassen und Kapazität erklärt der Ratgeber zur SD-Karte für die Kamera.
Optional: Gegenlichtblende / Case
Blende hilft gegen Streulicht und Fingerabdrücke auf dem Filter; ein schlankes Case schützt in der Jacke, ohne die Bedienung zu blockieren.
14
Fazit
Die klare Kaufentscheidung
Kurzfazit dieses Fujifilm X100V Tests: Die X100V ist eine starke Kamera — und 2026 oft die falsche Bestellung, wenn Du „neu“ oder „fast neu zum VI-Preis“ denkst. Meine Empfehlung heißt X100VI: gleiches 23mm-f/2-Feeling, aber IBIS, 40 MP und aktueller Prozessor. Die X100V bleibt eine Option gebraucht, wenn Preis und Zustand den fehlenden Stabilisator wirklich ausgleichen.
Brauchst Du Zoom statt Festbrennweite: Die Sony RX100 VII ist die ehrlichere Reise-Alternative. Filmst Du vor der Linse: Schau auf die ZV-1, nicht auf die X100. Reicht Dein Smartphone für den Alltag — spare das Premium-Budget und investiere eher in Zeit zum Fotografieren als in Hype. Marken- und System-Kontext: Kameramarken.
15
FAQ
Häufige Fragen zur Fujifilm X100V
Soll ich die Fujifilm X100V 2026 noch kaufen?+
Neu: nein — nimm die X100VI. Gebraucht: nur wenn der Preis klar unter dem VI-Straßenpreis liegt, der Zustand geprüft ist und Du ohne IBIS leben kannst. Liegt die V preislich nah an der VI, ist es ein schlechter Deal.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen X100V und X100VI?+
Alltagsrelevant vor allem IBIS (~6 EV laut Fuji) und der Sprung auf 40,2 MP mit X-Processor 5. Linse (23mm f/2) und Grundcharakter bleiben verwandt — die VI ist die entspanntere und aktuellere Version derselben Idee.
Hat die Fujifilm X100V einen X-Processor 5?+
Nein. Die X100V nutzt X-Processor 4 und den 26,1-MP-X-Trans-CMOS-4. Processor 5 gehört zur X100VI. Angebote, die das vermischen, sind fachlich falsch.
Hat die X100V Bildstabilisierung?+
Nein, kein IBIS. Das ist die zentrale Schwäche gegenüber der X100VI — besonders bei wenig Licht, Innenräumen und Video aus der Hand.
Ist die X100V gut für Anfänger?+
Bedingt: Die Bedienung belohnt fotografisches Denken (Räder, Sims, feste Brennweite), ist aber kein „Auto-Alles“-Einstieg. Orientierst Du Dich noch grundsätzlich, hilft Kamera für Anfänger. Budget unter 1.000 €: eher beste Kamera unter 1.000 Euro.
X100V oder Sony RX100 VII — was ist besser?+
Unterschiedliche Jobs. X100: APS-C, Festbrennweite, Hybrid-Sucher, Fuji-JPEG/Filmsims. RX100 VII: 1"-Sensor, 24–200mm Zoom, aggressiver AF, noch kompakter. Details im RX100-VII-Test — wähle nach Zoom vs. Festbrennweite, nicht nach Hype.
Eignet sich die X100V als Reisekamera?+
Ja, wenn Du mit 23mm leben kannst und wenig Gewicht willst. Brauchst Du Zoom-Flexibilität, ist die RX100 VII oder unsere Übersicht zur besten Reisekamera oft die bessere Kategorie.
Wie gut ist die X100V für Video?+
Brauchbar (4K30), aber nicht der Kaufgrund. Ohne IBIS ist Handheld anspruchsvoller. Für Creator vor der Linse ist die ZV-1 spezialisierter; wer Video ernst meint und X100-Feeling will, tendiert eher zur VI.
Welche Filmsimulationen sollte ich zuerst nutzen?+
Starte mit Provia (neutral), Classic Chrome (Street/Doku) und Astia oder Portrait-orientierten Sims für Haut. Lieber wenige Sims konsequent als alle Menüpunkte einmal — so entsteht ein wiedererkennbarer Look.
Welche SD-Karte passt zur X100V / X100VI?+
Eine solide UHS-I/UHS-II-SDXC mit ausreichender Speed-Klasse für 4K und RAWs. Besonders die 40-MP-VI profitiert von schnelleren Karten. Details im Ratgeber zur SD-Karte für die Kamera.
Wie lange hält der Akku der X100V?+
CIPA grob um 350–420 Aufnahmen je nach Sucher/Display. Praxis: Plane einen Ersatz-NP-W126S ein — besonders mit viel EVF, Review und kälteren Temperaturen.
Lohnt sich Fuji Mittelformat statt X100?+
Nur wenn Du eine völlig andere Liga suchst (Auflösung, Dateigröße, Preis). Der Fuji GFX 100S Test zeigt Wahnsinn und Realität — das ist kein X100-Upgrade, sondern ein anderes Werkzeug.
APS-C reicht mir — oder brauche ich Vollformat?+
Für Street, Reise und Web/Print im typischen X100-Einsatz reicht APS-C absolut. Den technischen Abgleich findest Du unter Crop oder Vollformat / APS-C.
Affiliate-Links mit * — Amazon-Produktlinks mit Partner-ID martinkleinheinz-21. Ich verdiene eine kleine Provision, wenn Du über diese Links kaufst; für Dich entstehen keine Mehrkosten. Die Einschätzungen basieren auf eigener Praxis, Herstellerangaben und dem Konsens aus Tests und Nutzerberichten — keine Marke hat diesen Artikel gesponsert.
◆ Newsletter
Bleib auf dem Laufenden.
Kamera- und Fotografie-News, ehrliche Equipment-Tests und neue Artikel – direkt in Dein Postfach. Selten, dafür relevant. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.