Rechner·Optik & Schärfentiefe

Lochkamera: optimaler Lochdurchmesser.

Ermittle den optimalen Lochdurchmesser für Deine Camera Obscura – wissenschaftlich präzise berechnet für maximale Bildschärfe.

Inklusive Beugungsanalyse, F-Zahl, Schärfeindex und Anpassung an verschiedene Lichtwellenlängen.

  • Camera Obscura
  • Beugungsanalyse
  • Mehrere Wellenlängen
  • Bauanleitung

Lochkamera Lochdurchmesser Rechner

Berechnen Sie den optimalen Lochdurchmesser für Ihre Lochkamera (Camera Obscura). Der Rechner ermittelt die ideale Lochgröße für maximale Bildschärfe basierend auf Abständen und Lichtwellenlänge.

m

Entfernung vom Loch zum fotografierten Objekt

cm

Abstand vom Loch zur Filmebene oder zum Sensor

Aktuelle Wellenlänge: 550 nm

Eine Lochkamera (Camera Obscura) ist die einfachste Form einer Kamera. Statt eines Objektivs wird das Bild durch ein kleines Loch auf Film oder Sensor projiziert.

Prinzip: Lichtstrahlen vom Motiv passieren das Loch und erzeugen ein umgekehrtes Abbild auf der gegenüberliegenden Seite.

Besonderheit: Theoretisch unendliche Schärfentiefe, aber durch Beugung begrenzte Auflösung. Der optimale Lochdurchmesser balanciert beide Effekte aus.

Optimaler Lochdurchmesser:

d = √((3.6 × λ × f) ÷ (1 + f/g))

d = Optimaler Durchmesser

λ = Lichtwellenlänge

f = Bildweite (Loch zu Film/Sensor)

g = Gegenstandsweite (Loch zu Motiv)

Die Formel basiert auf der Minimierung von Beugungsunschärfe und geometrischer Unschärfe.

Loch bohren: Verwenden Sie dünnes Metall (Aluminium-Folie, Messing-Blech) und bohren Sie von beiden Seiten, um Grate zu vermeiden.

Belichtungszeit: Lochkameras haben sehr hohe F-Zahlen. Rechnen Sie mit Belichtungszeiten von Sekunden bis Stunden.

Bildweite anpassen: Größere Bildweite = größere Bilder, aber auch längere Belichtungszeiten und größere optimale Lochdurchmesser.

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Zur AppComing soon · Juni 2026
Physik

Die Lochkamera verstehen.

Die einfachste Kamera der Welt nutzt nur ein Loch und einen Raum – und liefert trotzdem Bilder, die mit der richtigen Lochgröße verblüffend scharf werden.

Camera-Obscura-Prinzip

Ohne Linse, mit Loch.

Lichtstrahlen von jedem Punkt des Motivs passieren das kleine Loch und treffen auf den entsprechenden Punkt der Bildebene – allerdings umgekehrt. Im Gegensatz zu Linsenobjektiven gibt es theoretisch keine Schärfentiefe-Begrenzung. Alles von nah bis fern wird gleich „scharf" abgebildet – allerdings begrenzt durch die Lochgröße.
Optimierung

Zwei konkurrierende Effekte.

Ein zu kleines Loch führt zu Beugungsunschärfe (Diffraktion), ein zu großes Loch zu geometrischer Unschärfe durch mehrere Lichtstrahlen pro Bildpunkt. Der optimale Durchmesser minimiert beide Effekte und liefert die bestmögliche Bildschärfe für die gewählten Parameter.
Berechnung im Detail

Eine Formel, viele Variablen.

Die Standardformel für den optimalen Lochdurchmesser balanciert Beugung und Geometrie aus – und berücksichtigt sowohl Bild- als auch Gegenstandsweite.

d = √((3.6 × λ × f) ÷ (1 + f/g))
Variablen
  • d = optimaler Durchmesser (mm)
  • λ = Lichtwellenlänge (mm)
Bedingungen
  • f = Bildweite (mm)
  • g = Gegenstandsweite (mm)

Die Formel basiert auf der Minimierung des Circle of Confusion durch Balance von Beugung und geometrischer Unschärfe.

Bauanleitung

Schritt für Schritt zur eigenen Lochkamera.

Mit ein paar einfachen Materialien wird aus einer Box ein optisches Instrument. Diese Anleitung führt Dich durch Material, Bohrung, Belichtung und Schärfe-Tuning.

1. Material & Werkzeug

Was Du brauchst.

  • Lichtdichte Box oder Gehäuse
  • Dünne Metallfolie (0.1 – 0.2 mm)
  • Feine Nadel oder Laser
  • Schwarzes Klebeband
  • Lupe zur Kontrolle
2. Loch präzise bohren

Wie das Loch wird.

  • Folie zwischen Holzblöcke spannen
  • Von beiden Seiten vorsichtig bohren
  • Grate mit feinem Schleifpapier entfernen
  • Durchmesser mit Lupe kontrollieren
Belichtungszeiten

Lang statt blitzschnell.

Typische F-Zahlen von f/200 bis f/500 erfordern sehr lange Belichtungszeiten: Tageslicht 1 – 30 s, bewölkt 2 – 10 min, Innenräume 10+ min.
Bildweite wählen

Größere Box, größeres Bild.

Die Bildweite bestimmt Bildgröße und Lochdurchmesser: 35 mm Film 5 – 15 cm, Großformat 20 – 50 cm, Raumgröße 100 cm+.
Schärfe optimieren

Vier Faktoren.

Präziser Lochdurchmesser, perfekt runde Form, glatte Lochkanten, stabile Kamera – diese vier Faktoren entscheiden über Schärfe und Bildqualität.
Kamera-Typen

Vier Bauformen im Überblick.

Vom Schuhkarton bis zur Raumkamera – jede Bauform hat ihren eigenen Charme und ihre Stärken.

Box-Kameras

Klassiker aus Karton oder Holz.

Klassische Schuhkarton- oder Holzbox-Kameras für 35 mm Film oder Fotopapier. Ideal für Einsteiger, günstig und schnell gebaut.
Körper-Kappen

Digital mit Pinhole.

Lochblenden als Ersatz für Objektive an DSLR oder spiegellosen Kameras. Ermöglicht digitale Lochkamera-Fotografie mit sofortiger Bildkontrolle.
Raum-Kameras

Ganze Zimmer als Kamera.

Ganze Räume als Camera Obscura mit Loch in Fenster oder Wand. Spektakuläre Installationen und unvergessliche Erlebnisse.
Smartphone-Adapter

Einfach experimentieren.

Spezielle Adapter für Smartphones ermöglichen einfache Lochkamera- Experimente mit sofortiger Bildkontrolle und ohne Materialaufwand.
Wellenlänge & Qualität

Farben und optimale Durchmesser.

Verschiedene Wellenlängen brauchen leicht unterschiedliche Lochdurchmesser. Für panchromatische Filme oder digitale Sensoren ist Grün (550 nm) der beste Kompromiss.

UV
380 nm
Blau
450 nm
Grün
550 nm
Rot
650 nm
Profi-Tipps

Vier Hinweise für bessere Pinhole-Bilder.

Wellenlänge bewusst wählen
Für panchromatische Filme oder digitale Sensoren ist 550 nm (grünes Licht) der beste Kompromiss, da es der höchsten Empfindlichkeit entspricht.
Bohrqualität ist alles
Glatte, kreisrunde Lochkanten machen den Unterschied. Eine unregelmäßige Lochform verteilt das Licht unterschiedlich stark und zerstört die Schärfe.
Stabilität bei langen Belichtungen
Bei mehrminütigen Belichtungen wird jede Bewegung sichtbar. Stativ und stabile Unterlage sind essentiell.
Belichtungszeit testen
Da Lochkameras keine Blendenmessung erlauben, hilft Bracketing: mache mehrere Aufnahmen mit verdoppelten Zeiten und wähle die beste aus.
Häufige Fragen

Antworten auf typische Fragen.

Vom Tool zum Können

Fundiertes Fotografie-Wissen.

Rechner liefern die Zahl. Im Blog und im 1:1-Coaching übersetze ich Theorie in Ergebnisse, die in Deinen Bildern sichtbar werden.

Fotograf, Martin Fernando Mera Kleinheinz · Franz-Bork-Straße 21, 30163 Hannover · 0179 4085297