Lightroom oder Photoshop? Berufsfotograf klärt auf!

Lightroom oder Photoshop? Diese Fragen stellt jeder, der gerade anfängt bessere Fotos zu machen. Als Berufsfotograf weiß ich welches Programm für welchen Zweck verwendet wird. Deswegen kläre ich dich mit diesem Artikel darüber auf, welches Adobe Tool das beste für dich ist.

Lightroom oder Photoshop?

Lightroom und Photoshop sind beides großartige Programme von Adobe. Beide könnten für sich allein stehen, doch verfügen sie jeweils über wichtige Funktionen, über die das andere Programm nicht verfügt. Wieso Adobe deswegen zwei Programme auf den Markt gebracht hat, kann ich nicht sagen. Wenn man jedoch den Unterschied begreift, wird einem schnell klar, welches Programm man mehr benötigt als das andere.

Unterschied zwischen Photoshop und Lightroom

Grundsätzlich kann ich sagen, dass Lightroom eher für eine Stapelverarbeitung verwendet werden kann. Darunter fallen Beispielsweise Hochzeiten, Reportagen und Stock-Fotografie. Darüber hinaus fällt das Archivieren, die Verschlagwortung und wie bereits gesagt, die Stapelverarbeitung wesentlich einfacher und kann schneller durchgeführt werden. Zusätzlich sind kleinere Retuschierarbeiten bei Lightroom kein Problem.

Photoshop kommt hingegen zur Anwendung, wenn die Nachbearbeitung tief ins Details gehen soll. Für einzelne Fotos, die aufwändig aufgehübscht werden sollen, ist Photoshop die richtige Wahl. Die wichtigen Werkzeuge dafür sind nur in Photoshop vorhanden. Dafür fehlt die Stapelverarbeitung.

Wie Du siehst, kristallisiert sich bereits heraus welches Programm Du wahrscheinlich häufiger verwenden würdest.

Lightroom Vorteile und Photoshop Nachteile

Lightroom kommt definitiv als Stapelverarbeitungsprogramm eher infrage als Photoshop. Das bedeutet, dass wenn man viele Fotos erst einmal aussortieren, kategorisieren und mit dem selben Filter überlagern soll, eignet sich Lightroom wunderbar für diese Aufgabe. Alles an diesem Programm ist dafür gemacht, einen schnellen Workflow zu ermöglichen. Besonders, wenn es sich um viele Bilder gleichzeitig handelt, die abgearbeitet werden sollen.

Lightroom Bildübersicht (gibt es nicht in Photoshop)

Hat man beispielsweise im Urlaub 700 Fotos aufgenommen und möchte die besten herausfiltern (und die schlechten löschen), dann importiert man alle seine Fotos in Lightroom und kann dort mit unterschiedlichen Werkzeugen diesen Prozess schnellstmöglich umsetzen.

Aber auch für anderen Arten der Fotografie eignet sich Lightroom. Wenn man nämlich ein TFP Shooting hatte und nun nach den besten Fotos sucht, kann man schnell und unkompliziert sein bestes Foto feststellen.

Lightroom Bearbeitungsmöglichkeiten

Für die Verarbeitung von vielen Bildern gleichzeitig und kleinen Retusche Arbeiten wie kleine Objekte im Hintergrund entfernen, Objektivkorrekturen, nachträgliche Belichtungskorrektur und kleinere Hautretuschen und Farbanpassungen ist Lightroom absolut ausreichend.

Der Nachteil von Photoshop ist, dass es in den oben genannten Punkten Lightroom nicht das Wasser reichen kann. Es ist zwar grundsätzlich möglich, da Photoshop wesentlich umfangreicher ist, jedoch würde es viel länger dauern diese Prozesse umsetzen und wäre dadurch sinnlos.

Photoshop vs. Lightroom

Auch, wenn Photoshop nicht zur Stapelverarbeitung taugt, eignet es sich wesentlich besser als Lightroom, wenn man wenige einzelne Bilder besonders aufwändig nachbearbeiten möchte. Hier versagt Lightroom nämlich aufgrund des Funktionsumfangs.

Sobald es aber um aufwändige Hautretuschen, wie die Frequenztrennung oder das spielen mit Licht und Schatten (Dodge & Burn) geht, benötigt man unbedingt Photoshop. Darüber hinaus sind selbstverständlich weitere Funktionen wie Himmel austauschen, Transformationen im Bild oder einzelne Bereiche radieren nur in Photoshop möglich.

Photoshop Übersicht (viel mehr Bearbeitungsmöglichkeiten durch Werkzeuge und Ebenen)

Ganz klar wird, dass Photoshop ein umfangreiches Programm zur aufwändigen Nachbearbeitung von Bildern ist, wenn man sich das Interface anschaut. Die einzelnen Tools und Möglichkeiten sind wesentlich umfangreicher als die von Lightroom.

Welches Programm ist also besser?

Das ist eine sehr gute Frage, die ich mit reinem Gewissen und jahrelanger Erfahrung beantworten kann. Meiner Meinung nach als Berufsfotograf ist, dass keins der beiden Programme besser ist als das Andere. Genau wie bei Kameras und Objektiven, ist eine pauschale Antwort unhaltbar und würde nur von einem Idioten gegeben werden.

Lightroom und Photoshop sind beides wunderbare Programme, die alleine nicht perfekt sind. Jedes ist für eine andere Aufgabe gemacht worden. Deswegen werden sie von Adobe auch nur noch zusammen in der Adobe CC Edition angeboten.

Beide Programm sind für sich alleine stehend nicht ausreichend um einem Fotografen alle Möglichkeiten zu geben sein Potenzial voll auszuschöpfen. Lightroom ist gut für die anfängliche Aussortierung von vielen Fotos und grundlegenden Nachbearbeitungen. Photoshop hingegen ist der zweite Schritt, wenn man die aussortierten Fotos finalisieren möchte.

Die Funktion besteht, dass man aus Lightroom das ausgewählte Foto direkt in Photoshop weiterarbeiten kann und anschließend, nach dem Speichern, die in Photoshop bearbeitete Version erneut in Lightroom weiterverarbeiten, Exportieren und verschlagworten kann.

Es gibt also kein „bestes“ Programm. Nur zusammen sind beide Programm ausreichend für einen ambitionierten Fotografen. Deswegen werden beide Programm in der Adobe CC angeboten.

Fazit

Wer als Hobbyfotograf auf das nächste Level aufsteigen möchte wird um Lightroom und Photoshop nicht drum herum kommen. Berufsfotografen stehen selbstverständlich außer Frage, denn ohne geht gar nichts.

Gut, dass es von Adobe die sogenannten Creative Cloud gibt. Adobe bietet mittlerweile als Angebot die Adobe CC für Fotografen an. Darin sind für schmales Geld auf monatlicher Basis beide Programme im Bundle enthalten. Außerdem gibt es Rabatte für Studenten.

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